"Es war Verzweiflung, Hartz IV war gesperrt, ich hatte kein Essen mehr und war mit der Miete im Rückstand", sagte der 33-Jährige aus Gera in Thüringen zum Prozessbeginn am Montag. "Da kam ich auf die Idee mit den Fahrkartenautomaten." Laut Anklage schlug er hauptsächlich in Hessen zu, aber auch in Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen und Bayern. Der 33-Jährige gab an, sich bewusst eher ruhigere Ziele ausgesucht zu haben, auch, um niemanden zu gefährden.


Der ehemalige Fremdenlegionär erbeutete laut Staatsanwaltschaft fast 32.000 Euro. Der Sachschaden wird auf mindestens 790.000 Euro geschätzt. Eine Auswahl der Tatorte zwischen März 2013 und August 2013: Frankfurt, Dreieich und Darmstadt (Hessen), Mainz-Gonsenheim, Mainz-Ebersheim (Rheinland-Pfalz), Ronneburg, Kahla, Stadtroda (Thüringen), Frohburg, Neukieritzsch (Sachsen), Aschaffenburg, Wörth am Main, Wiesthal (Bayern).

Für den Prozess sind zwei Verhandlungstage vorgesehen. Im Fall einer Verurteilung droht dem Mann eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren.