Der 1. FC Nürnberg gibt zwei Spiele vor Saisonende die Hoffnung auf einen Relegationsplatz nicht auf. Für den letzten Heimspiel-Gegner Hannover 96 geht es am Samstag zwar eigentlich um nichts mehr, doch dessen Trainer Tayfun Korkut erklärte vor der Reise nach Franken: "Es ist noch nicht alles erledigt."

Nürnbergs wochenlang verletzter Mittelfeldspieler Makoto Hasebe hofft derweil, den abstiegsbedrohten Bundesligisten in einer möglichen Relegation doch noch aktiv unterstützen zu können. Hasebe meldete sich in dieser Woche nach langer Verletzungspause zurück im Mannschaftstraining. Für die letzten beiden Ligaspiele wird das aber wohl nicht mehr reichen. Seinen Fitnesszustand sieht der japanische Nationalspieler aktuell bei 70 Prozent. "Zur Relegation will ich aber bei hundert Prozent sein und der Mannschaft weiterhelfen", sagte er. Hasebe fehlt seit der Winterpause wegen einer Knieverletzung.

Auch Routinier Markus Feulner und Innenverteidiger Per Nilsson trainieren seit dieser Woche wieder. Sie könnten gegen Hannover für Interimstrainer Roger Prinzen bereits eine Option sein.

Club braucht Hilfe der Bayern

Die Franken stehen auf Tabellenplatz 17. Aus eigener Kraft können sie den achten Abstieg aus der Bundesliga nicht mehr verhindern. Der Abstand zum Relegationsrang beträgt einen Zähler auf den Hamburger SV (27 Punkte). Hamburg empfängt den FC Bayern. "Natürlich brauchen wir die Hilfe der Bayern", sagte Nürnbergs Außenverteidiger Timothy Chandler. "Aber wichtig ist erstmal, dass wir selbst gewinnen."

Die Offensive von Hannover 96 soll Stürmer Artjoms Rudnevs anführen. Der Leihspieler vom Hamburger SV ist nach dem Ausfall des verletzten Didier Ya Konan laut Trainer Korkut die erste Option. "Er hat viel Qualität, die er unter Beweis stellen kann", sagte der 96-Coach am Donnerstag über den lettischen Nationalspieler.

Korkut muss am Samstag in Nürnberg auf die gesperrten Andre Hoffmann und Marcelo sowie auf den angeschlagenen Verteidiger Hiroki Sakai verzichten. Hannover hat den Klassenverbleib sicher, will die Saison aber "anständig und möglichst ohne Niederlage" beenden, sagte Korkut.