Drei Tore haben die Fürther zuletzt beim Unentschieden in Hoffenheim erzielt - so viele, wie in den sieben Bundesliga-Spielen zuvor zusammen nicht (2). Jetzt soll auch im eigenen Stadion der Knoten endlich platzen. Nach vier torlosen Heimspielen in Folge will der Aufsteiger heute Nachmittag (15.30 Uhr) gegen Werder Bremen seinen Fans in der fast ausverkauften Trolli-Arena nicht nur den ersten Torjubel, sondern auch den ersten Heimsieg der Saison bescheren.

"Wir möchten etwas hierbehalten gegen einen Gegner, der vor allem in der Offensive geniale Qualität hat", sagte der Fürther Trainer Mike Büskens, der die erschreckende Heimbilanz seit dem Bundesliga-Aufstieg schnellstmöglich beenden möchte. Vier Niederlagen, 0:8 Tore - von der Heimstärke aus der letzten Saison ist nichts übrig geblieben.

"Wir müssen konzentriert auftreten und kompakt stehen", meinte Büskens am Freitag und warnte besonders vor den "genialen Eins-gegen-Eins-Spielern" Marko Arnautovic und Eljero Elia.

Auswärts nicht so überzeugend


Die Bremer zeigten zwar beim 4:0 gegen Borussia Mönchengladbach am vergangenen Wochenende, wozu sie fähig sind, allerdings traten sie in der Fremde bislang keineswegs so überzeugend auf. Dreimal zogen sie auswärts bereits den Kürzeren, zuletzt mit 1:3 in Augsburg. Um in Fürth erfolgreich zu sein, will Werder-Trainer Thomas Schaaf seinen Profis diese Niederlage noch einmal ins Bewusstsein holen. "Wie entschlossen die Augsburger waren, wie sie uns bedrängt haben, das können auch die Fürther. Wir dürfen uns durch ihre Tabellenposition nicht blenden lassen", warnte der 51-Jährige.

Beim bislang einzigen Pflichtspiel zwischen beiden Teams schrammten die Hanseaten nur hauchdünn an einer Niederlage vorbei. Im DFB-Pokal-Viertelfinale führten die Fürther im Februar 2004 in der Schlussminute noch mit 2:1, ehe die Bremer die Partie im Ronhof in der Nachspielzeit durch zwei Tore von Johan Micoud und Ivan Klasnic noch kippten und ins Halbfinale einzogen.

Büskens dürfte heute auf die gleiche Mannschaft setzten wie beim 3:3 in Hoffenheim. Einzig hinter dem Einsatz von Heinrich Schmidtgal steht noch ein kleines Fragezeichen. Den Linksverteidiger plagten in dieser Woche Adduktorenprobleme, er konnte gestern aber wieder mit der Mannschaft trainieren.

SpVgg Greuther Fürth: Grün - Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal - Fürstner, Prib - Sararer, Stieber - Asamoah, Edu
Werder Bremen: Mielitz - Gebre Selassie, Prödl (Lukimya), Sokratis, Schmitz - Junuzovic - de Bruyne, Hunt - Arnautovic, Petersen, Elia