Fernab vom Spielgeschehen machte gestern Nachmittag die Nachricht die Runde, dass der ehemalige Kapitän des FC Eintracht Bamberg, Christoph Kaiser, mit sofortiger Wirkung nicht mehr für den Regionalligisten auflaufen wird. Der 30-Jährige spielte mit kleinen Unterbrechungen seit sieben Jahren für die Bamberger.
"Dass ich vom Kapitänsamt entbunden wurde, hat für mich den Ausschlag gegeben, mit sofortiger Wirkung aufzuhören. Seit dem Trainerwechsel gab es ständig Unruhe im Umfeld. Es wurde alles auf dem Rücken der Mannschaft ausgetragen. Dass ich zum Trainerwechsel öffentlich Stellung bezogen habe, wurde mir offensichtlich übel genommen. Aber das sehe ich als meine Aufgabe als Kapitän an", begründete Kaiser seinen Rückzug. "Es hat einfach keinen Spaß mehr gemacht. Das Verhältnis ist schon länger nicht mehr so, wie es sein sollte. Ich bin ja nicht der Erste, der ausgemustert wurde, weil ich meine Meinung gesagt habe", so Kaiser weiter.
FCE-Präsident Mathias Zeck ist vom Zeitpunkt des Rücktritts nicht begeistert, akzeptierte aber den Wunsch des Spielers, aufhören zu wollen. "Christoph Kaiser und der Trainer waren in vielen Gesprächen unterschiedlicher Auffassung, was die Spielphilosophie der Mannschaft angeht", erklärte Zeck. Daraufhin habe sich Heidenreich mit Kevin Kühnlein einen neuen Kapitän gesucht, der seine Philosophie auch auf dem Platz lebe, betonte Zeck. kg/kem