Die Brose Baskets gewinnen das Verfolgerduell bei der Überraschungsmannschaft in Weißenfels mit 84:71 (48:36) und festigen ihren Platz in der Spitzengruppe der Basketball-Bundesliga.
Nach einem offenen Schlagabtausch im ersten Viertel (24:28), bei dem der Mitteldeutsche BC dank vier erfolgreicher Dreier immer dran blieb, schalteten die Brose Baskets in den zweiten zehn Minuten in der Verteidigung einen Gang höher. Den Hausherren gelangen nur zwölf Punkte, sodass sie mit einem 36:48-Rückstand in die Kabine gingen. Nach einem 38:35-Zwischenstand gaben die Bamberger Daniel Theis und Ryan Thompson in den letzten drei Minuten vor der Pause Gas. Zuvor hatte bereits der überragende Brad Wanamaker mit drei Ballgewinnen in Folge, das Aufbäumen der Weißenfelser im Keim erstickt.
Nach dem Seitenwechsel dominierten die Gäste eindeutig und bauten ihren Vorsprung vor allem durch Punkte von Janis Strelnieks bis auf 20 Zähler (62:42) aus. Doch in der Folgezeit machte das Team von Trainer Silvano Poropat deutlich, warum es die letzten fünf Partien allesamt für sich entschieden hatte. Vor allem die von der Bank gekommenen Malte Schwarz mit zwei Dreiern und Center Kristian Kuhn, der sonst wenig Spielzeit erhält, starteten eine Aufholjagd. Vier Minuten vor dem Ende waren die Mitteldeutschen bis auf 66:71 dran. Theis und Thompson sorgten dann aber unter der Regie von Spielmacher Wanamaker dafür, dass der Bamberger Vorsprung wieder in den zweistelligen Bereich anwuchs und der Erfolg nicht mehr in Gefahr geriet.
Bambergs Trainer Andrea Trinchieri betonte nach der Partie: "Wir haben heute gegen ein gutes Team und einen guten Coach gespielt. Der MBC hat uns nicht erlaubt, den Schwung der letzten Partien mitzunehmen. Allerdings hatten wir in den entscheidenden Phasen einen guten Rhythmus in der Offensive. Dennoch war es für uns das schwerste Spiel in der bisherigen BBL-Saison. Es war nicht schön, aber ein Sieg ist ein Sieg."

Kein Kommentar zu angeblicher Heyder-Entlassung

Zum Gerücht, dass Wolfgang Heyder von seinen Aufgaben als Jugendkoordinator entbunden wurde, wollte Geschäftsführer Rolf Beyer am Samstagabend keine Stellungnahme abgeben.
Weißenfels Richard (16 Punkte/4 Dreier), Standhardinger (12), Kuhn (10), Schwarz (9/3), Vilhjalmsson (9/1), Pantelic (5/1), Serapinas (4), Massenat (4), Nicholas (2), Liyanage, Clay
Bamberg Wanamaker (21), Thompson (18/2), Strelnieks (14/2), Mbakwe (12), Theis (10), Harris (7), Katelynas (2), Tadda, Bagaric, Schmidt