In Bonn herrscht der Ausnahmezustand, es stehen die tollen Tage bevor - für die Basketballer der Telekom Baskets herrscht jedoch schon knapp eine Woche vor dem Start in die heiße Karnevals-Phase helle Aufregung: Sind die Brose Baskets daran interessiert, Bonns Spielmacher Jared Jordan nach Bamberg zu locken? "Absoluter Käse, da ist nichts dran", kommentierte Bambergs Manager Wolfgang Heyder kurz und knapp das in den rheinischen Medien kursierende Gerücht.

Trotzdem scheint an diesem etwas dran zu sein: Von Seiten der Telekom Baskets gibt es jedenfalls kein klares Dementi und offensichtlich Überlegungen, den Spielmacher, der in Bonn einen Vertrag bis 2015 besitzt, ziehen zu lassen. "Ich sage dazu erst einmal nichts", wird der Präsident der Telekom Baskets, Wolfgang Wiedlich, im Bonner Generalanzeiger zitiert. Sportmanager Michael Wichterich wollte nicht einmal bestätigen, dass Jordan am Sonntag im Heimspiel der Bonner gegen die Frankfurt Skyliners das Telekom-Trikot tragen wird. "Ich kann im Moment gar nichts sagen", betonte er.

Reichlich Platz für Spekulationen

"Wir können über das Spiel reden, aber nicht über dieses Thema", betonte Jordan selbst am Donnerstagabend gegenüber dem Sportredakteur des Generalanzeigers nach dem Training - und ließ somit reichlich Platz für Spekulationen.

Heyder machte am Donnerstag, als der Wechsel von Zack Wright zu Panathinaikos Athen offiziell bestätigt wurde, deutlich, dass der deutsche Meister nur einen neuen Spielmacher verpflichten werde, "wenn er die Mannschaft besser macht". Im Falle Jordan wäre das der Fall. Der 28-jährige US-Amerikaner besticht seit vielen Jahren mit seiner Pass-Genauigkeit und führt auch in dieser Saison die Assist-Statistik mit 7,8 Vorlagen pro Spiel an.

Die Brose Baskets sind am Wochenende in der Bundesliga spielfrei. Die Partie gegen Ulm wurde wegen der in der Brose Arena stattfindenden Gesundheits-Messe verlegt. Ein neuer Termin wurde noch nicht gefunden, weil die Ulmer im Gegensatz zu den Bambergern noch im Eurocup mit von der Partie sind.

Unter Erfolgsdruck steht Bambergs oberfränkischer Nachbar Medi Bayreuth. Am Samstag (19.30 Uhr) will das Team von Trainer Mike Koch seinen Aufwärtstrend fortsetzen und sich im Kampf gegen den Abstieg wichtige Punkte gegen Bremerhaven sichern. Das gilt auch für die s.Oliver Baskets Würzburg. Der Tabellen-16. steht allerdings am Samstag in Hagen vor einer hohen Hürde. Zuletzt beendeten die Feuervögel die Siegesserie der Berliner.