Die Bamberger bekommen es im Schlüsselspiel in der Pionir-Arena in Belgrad am Freitag (20.45 Uhr / kostenpflichter Livestream unter www.sport1.de ) nicht nur mit einer jungen, aufstrebenden Mannschaft zu tun, sondern auch mit 8000 fanatischen Fans. "Uns erwartet ein schwieriges Auswärtsspiel. Wie wir hat auch Partizan verrückte Fans. Ich glaube, wenn wir dort gewinnen wollen, ist es das Wichtigste, mental bereit zu sein", beschreibt Bambergs Topwerfer Boki Nachbar die aggressive und aufgeheizte Atmosphäre im Pionir, wo auch Feuerwerkskörper durch die Halle fliegen.
Trainer Chris Fleming beschreibt die Partizan-Fans als "militant in der Art und Weise, wie sie ihre Mannschaft anfeuern. Damit muss man erst einmal zurechtkommen, um das Spiel zwischen den Linien Basketball nennen zu können. Ich glaube aber, dass wir für diese Herausforderung reif sind."
Nach dem 76:67-Erfolg am Montag gegen Frankfurt gab Fleming seinen Jungs einen Tag frei und stellte sie ab Mittwoch auf diese wichtige Partie gegen eine Mannschaft der Namenlosen ein. "Das sind alles sehr junge und sehr talentierte Spieler. In ein paar Jahren wird man diese Namen definitiv in Europa kennen", sieht der Bamberger Trainer viel Potenzial bei den Partizan-Talenten, die sich vor heimischem Publikum nach mehreren knappen Niederlagen in der Euroleague nun gegen die Brose Baskets den ersten Sieg in der Gruppe D sichern wollen.

Barcelona und Moskau geärgert

Erst in der vergangenen Woche boten der Litauer Davis Bertans (17 Punkte), der Serbe Dejan Musli (14), der Franzose Leo Westermann (13) und der Euroleague-Topscorer von Partizan, Vladimir Lucic (13 Punkte im Schnitt), den Superstars vom FC Barcelona Paroli und gaben sich am Ende im Palau Blaugrana nach hartem Kampf nur knapp mit 82:85 geschlagen. Im bisher einzigen Heimspiel gegen ZSKA Moskau gab es eine 71:76-Niederlage. In der Adria-Liga feierte Partizan am Sonntag in Split einen 79:72-Sieg.
"So wie wir zuletzt gespielt haben, können wir zuversichtlich sein. Wir fliegen dorthin, um das Spiel zu gewinnen", betont Bambergs Scharfschütze Boki Nachbar(18,5 Punkte im Schnitt), der gegen Frankfurt zu Beginn in nicht einmal zwei Minuten drei Dreier versenkte.
Ein guter Start wäre sicher auch heute Abend hilfreich, damit Partizan nicht vom Start weg ins Laufen kommt. Was passieren kann, wenn die Belgrader und ihre fanatischen Fans heiß laufen, erlebten die Brose Baskets im Januar 2008 bei der historischen 37:85-Pleite in der Pionir-Arena.