Anfangs konnten die Schützlinge von Headcoach Predrag Krunic die Partie ausgeglichen gestalten und sogar mit einer hauchdünnen 40:39-Führung in die Halbzeitpause gehen. Dann sorgte Bremerhaven jedoch in einem furiosen dritten Viertel für eine Vorentscheidung: Allen voran der bis dahin blasse Eisbären-Topscorer Darius Adams, der kaum noch zu stoppen war und in dreieinhalb Minuten elf Zähler seiner am Ende 20 Punkte markierte. Wertvolle Unterstützung erhielt er dabei von seinem bis dato ebenfalls unauffälligen litauischen Nebenmann Adas Juskevicius, der weitere drei Dreier zum 31:20-Viertelergebnis beisteuerte.

Beim Stand von 70:60 ging es in den letzten Spielabschnitt, in dem schnell klar war, dass das Spiel aus Bayreuther Sicht gelaufen war. Topscorer bei medi bayreuth war einmal mehr Ronnie Burrell (18), gefolgt von Brian Qvale (15). "Als Darius Adams und Adas Juskevicius angefangen haben zu treffen, ist die Mannschaft lockerer geworden und hat mit mehr Selbstvertrauen gespielt. Dennoch machen wir im Spielverlauf immer noch zu viele Fehler. An diesen Kleinigkeiten müssen wir weiter hart arbeiten, um uns zu verbessern", kommentierte Eisbären-Coach Calvin Oldham, der viele Jahre als Spieler und Trainer in Bayreuth verbracht hatte, nach Spielende sichtlich erleichtert.

Eine schwierige Aufgabe stellt sich medi bayreuth am kommenden Samstagabend in der Oberfrankenhalle, wenn der achtfache Meister ALBA Berlin seine Visitenkarte abgibt. Der Berliner präsentierten sich am zurückliegenden Wochenende in Topform und fegten ratiopharm Ulm mit 102:74 aus der Halle.