Gleich am ersten Tag der Weltmeisterschaft der Ringer in Budapest ging der für den Bundesligisten AC Lichtenfels antretende Georgier Dato Kerashvili im Limit bis 96 kg auf die Matte. Viele ACL-Fans verfolgten die Kämpfe des Georgiers am Livestream und konnten direkt miterleben, wie sich der georgische Routinier durch die Weltspitze kämpfte.

Aus gegen den späteren Weltmeister

In seinem Auftaktduell bezwang Kerashvili den Südkoreaner Jaegang Kim mit 2:1 Punkten, danach drehte der Georgier gegen Egzon Shala (Albanien) erst richtig auf, ließ beim vorzeitigen 12:5-Überlegenheitssieg nichts anbrennen. Erst im Viertelfinale wurde Kerashvili vom späteren Weltmeister, dem Iraner Reza Yazdani, mit 2:8 gestoppt. Damit stand Kerashvili in der Hoffnungsrunde, wo er auf Ivan Yankouski (Weißrussland) traf, den er bezwang und sich damit zugleich für den Kampf um die Bronzemedaille qualifizierte. Hier unterlag er aber gegen Pavlo Oliinik (Ukraine) mit 2:9 und beendete das WM-Turnier damit auf einem beachtlichen fünften Platz.

Deutsche gehen leer aus

Davon konnten die deutschen Ringer nur träumen. Alle drei Starter mussten in ihren Auftaktbegegnungen Niederlagen einstecken. Freistilringer Andriy Shyyka (84 kg/KSV Köllerbach) unterlag dem Türken Soner Demirtas mit 4:7. Da Demirtas nur eine Runde später ebenfalls verlor, bedeutete dies für den Köllerbacher das Aus. "Es war ein enger Kampf", sagte Freistil-Bundestrainer Sven Thiele, der mit seinem Freistilteam zwar ohne Medaille, aber nicht unzufrieden nach Hause fährt. "Zwei siebte Plätze stimmen mich zuversichtlich. Ich sehe uns in Blickweite zur Weltspitze", so Thiele. "Wir müssen uns Stück für Stück weiter an die Spitze herankämpfen und ich bin optimistisch, dass es dann auch mal einer bis auf das Treppchen schafft", setzt Thiele dabei auf junge Ringer wie Gabriel Seregeliy oder Saba Bolaghi, die bei den Weltmeisterschaften in Budapest einen guten Eindruck hinterließen.

Unglückliche Niederlage für Jaqueline Schellin

Bei den Damen sah es nicht viel besser aus. Jaqueline Schellin (48 kg/TV Mühlacker) verlor ihren Auftaktkampf gegen die Italienerin Silvia Felice nach einer 5:0-Führung noch mit dem Schlussgong.
Knapp war es auch bei Nina Hemmer (51 kg/AC Ückerath), die nach einem 3:3 gegen Yuliya Blahinya (Ukraine) den Kürzeren zog, weil die Ukrainerin die höhere Wertung verbuchte, was zu deren Sieg führte. jöri