Wie haben die Brose Baskets die Pleite im Pokal-Halbfinale gegen Berlin verdaut? Können die Bamberger den Ausfall von Anton Gavel, der wegen einer Innenbandzerrung im Knie zwei Wochen fehlt, kompensieren? Vor dem Auftritt bei den Skyliners in Frankfurt am Mittwoch (19.30 Uhr/Livestream auf beko-bbl.de) sind einige Fragen offen beim deutschen Meister. Eines steht aber auf jeden Fall fest: So einfach wie zu Jahresbeginn, als die Bamberger eine arg dezimierte Frankfurter Mannschaft beim 73:43 regelrecht demütigten, wird es diesmal nicht.

Ulm und Bayern bezwungen

Zuletzt ließ das Team von Trainer Gordon Herbert mit Heimsiegen gegen Bayern München (67:62) und Ulm (71:67) aufhorchen, musste aber am Samstag mit der 70:71-Niederlage gegen Tübingen einen Rückschlag hinnehmen - vor allem hinsichtlich des Erreichens der Play-offs. Derzeit hat der Tabellen-Elfte nur eine Niederlage mehr auf dem Konto als der Achte aus Ludwigsburg, doch die Hessen sind mit zwei Spielen gegenüber der Konkurrenz in Rückstand.

Auf der anderen Seite haben es sich die Brose Baskets nach dem Scheitern auf internationalem Parkett und im Pokal zum Ziel gesetzt, die Bayern noch von Rang 1 zu verdrängen. Um dieses Unterfangen in die Tat umsetzen zu können, müssen die Bamberger vor dem direkten Duell am 13. April in der heimischen Brose Arena noch die Pflichtaufgaben in Frankfurt und am Samstag in Hagen lösen.

"Die Frankfurter haben eine sehr kompakte und abgeklärte Mannschaft, die sich mit den Siegen gegen Ulm und gegen Bayern sehr gut präsentiert hat. Sie hatten einen kleinen Durchhänger gegen Tübingen, aber man muss schon sehen, dass sie trotz vieler Verletzungssorgen in letzter Zeit viel geschafft haben. Sie haben eine kleine Rotation, aber jeder versteht seine Rolle. Sie spielen sehr gut zusammen und sind natürlich auch sehr gut gecoacht", zollt Bambergs Trainer Chris Fleming dem Gegner und Trainer Herbert Respekt.

Hauptaugenmerk auf Galloway

Das Hauptaugenmerk müssen seine Jungs auf Ramon Galloway richten, der vor allem gegen die Top-Klubs aus Ulm, München und Oldenburg mit fast 20 Punkten im Schnitt aufhorchen ließ. Gegen Tübingen überzeugte Quantez Robertson mit 17 Punkten.

Die Brose Baskets müssen sich aber auch auf eine aggressive Verteidigung einstellen, denn gegen die Bayern und Ulm ließ die Herbert-Truppe in der Fraport-Arena lediglich 62 bzw. 69 Punkte zu. Nur mit Team-Basketball auf beiden Seiten des Feldes werden die Bamberger am Mittwoch die Punkte mit nach Hause nehmen.