Bischberg — Die Gaustadter Mannschaft mit Alexander Fleißner, Marco Fichna, Jürgen Friedrich, Steffen Alt, Thomas Ruß, Lukas Alt, Tobias Tramowsky und Kapitän Marcel Fuchs sowie Coach Reiner Fuchs erkämpfte sich mit 13 Punkten und 13:3 Toren den Titel. Für den Ausrichter Solidarität Bischberg gingen Karlheinz Lorenz, Kilian Schmitt, Daniel Hofstätter, Kai Becker, Markus Schmitt, Hendrik Meier, Tobias Sperling, Lukas Winkler sowie Thomas Köhler und Jürgen Winkler als Betreuer an den Start. Der Gastgeber kam am Ende mit zehn Punkten und 6:7 Toren auf den vierten Platz.
In glühender Hitze starteten die Gaustadter gegen die Routiniers aus Rüsselsheim mit einem
ungefährdeten 3:0-Sieg. Danach folgte das Lokalderby gegen Soli Bischberg. Beide Mannschaften lieferten sich harte Zweikämpfe, wobei kaum Torraumszenen zu Stande kamen. Am Ende gab es ein gerechtes 0:0.
Gegen den amtierenden deutschen Meister aus Hamburg kassierte die Soli Gaustadt am Ende des ersten Tages die erste Niederlage. Die Gaustadter haderten immer wieder mit den Schiedsrichterentscheidungen, verloren dadurch ihre Konzentration und unterlagen mit 0:2.
Tags darauf mussten die Gaustadter zuerst gegen den bisherigen Spitzenreiter RSV Bramsche antreten. Die Niedersachsen hätte mit einem Sieg gegen Gaustadt schon alles klar machen können. Doch die Gaustadter machten von Anfang an Druck und führten nach vier Minuten bereits 2:0. Kurz vor der Pause fiel das 3:0, in der zweiten Halbzeit sogar der vierte Treffer. Am Ende stand ein deutlicher 5:1-Erfolg.
Nun war an der Tabellenspitze wieder alles offen. Der RMSV Düsseldorf hatte gegen Gaustadt keine Chance und verlor klar mit 0:3. Die letzten beiden Spiele dieser Meisterschaft waren entscheidend. Bramsche stand Hamburg gegenüber, Gegner von Gaustadt war Niederseifersdorf aus Sachsen. Die Soli Gaustadt versuchte, die Niederseifersdorfer gar nicht über die Mittellinie kommen zu lassen. Diese Taktik ging auf und Gaustadt führte zur Halbzeit mit 1:0.
Auf dem zweiten Spielfeld lag Hamburg zur Pause mit 1:0 in Front.
Die Soli Gaustadt übte auch in der zweiten Halbzeit viel Druck aus und wurde mit dem 2:0 belohnt. Fünf Minuten vor dem Ende gelang auch den Hamburgern der zweite Treffer. Da auf beiden Spielfeldern bis zum Schlusspfiff keine Tore mehr fielen, dürften die Gaustadter feiern. Spieler und Fans der Soli Gaustadt lagen sich mit Tränen der Freude in den Augen in den Armen. Nach der Siegerehrung und der üblichen Sektdusche machten sich die Gaustadter Radballer mit einem kleinen Korso auf den Weg nach Gaustadt und feierten ihre erste Meisterschaft ausgiebig.

Viel Lob für den Ausrichter

Für die Bischberger begann das Turnier wunschgemäß mit einem verdienten 2:1-Erfolg gegen Düsseldorf. Gegen Bramsche sah es etwas anders aus. Zahlreiche Chancen in der ersten Halbzeit wurden nicht genutzt. Nachdem auch nach hinten nicht richtig gearbeitet wurde, setzte es eine 0:3-Niederlage.
Nach dem ruppigen Derby gegen Gaustadt (0:0) nutzten die Bischberger im Spiel gegen Nieder-Seifersdorf eine der wenigen Torchancen. So wurde das Spiel, auch mit etwas Glück, mit 1:0 gewonnen. Der erste Wettkampftag wurde somit auf Platz 2 beendet, die Chancen auf den Titel waren noch gut.
Tags darauf standen aber noch zwei schwere Partien auf dem Programm. Der Rekordmeister aus Hamburg erwies sich als zu stark für Bischbergs Mannen. Die Gastgeber unterlagen mit 1:3. Zum Abschluss wurde Rüsselsheim mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung in die Schranken gewiesen (2:0).
Mit dem vierten Platz findet sich Bischbergs Mannschaft sportlich in der Mittelklasse wieder. Organisatorisch kann Bischberg jedoch stolz sein. Zum 1000. Jubiläum der Gemeinde Bischberg war die Ausrichtung der deutschen Meisterschaft eine echte Meisterleistung des Radsportvereins Soli Bischberg. Im nächsten Jahr soll die Meisterschaft in Gaustadt stattfinden.