213 Athleten aus 20 Nationen waren bei den Europameisterschaften im Ju-Jutsu in Walldorf am Start, darunter auch die Frauendorferin Carina Neupert im Fighting. Und die für den TSV Staffelstein startende 27-Jährige, als amtierende zweifache Weltmeisterin ins Rennen gehend, erfüllte ihre Favoritenrolle und gewann den Titel in der 62-Kilo-Klasse.

Kolumbien die nächste Station

Damit fährt Neupert selbstbewusst zu den World Games in Cali, Kolumbien, Ende Juli. Wie die Olympischen Spiele finden die World Games nur alle vier Jahre statt und sind für die Sportler der nichtolympischen Disziplinen das höchste sportliche Ziel. Auf dieses Event ist der Trainingsplan in diesem Jahres abgestimmt. Die Europameisterschaft war ein willkommener Test.
Die Atmosphäre in der Walldorfer Halle war wunderbar. Das Publikum und die mitgereisten Fans unterstützten das deutsche Team lautstark. Am ersten Wettkampftag standen schon drei Gold-, drei Silber- und eine Bronzemedaille auf dem deutschen Konto.
Tags stand Carina Neupert au der Matte. Selbstbewusst und mental stark trat die Frauendorferin auf. In der Vorrunde gewann sie alle Begegnungen ungefährdet vorzeitig. Im Halbfinale traf sie auf die Belgierin Stefanie Wauters, die sie in nur 34 Sekunden von der Matte fegte und ins Finale einzog.

Schwedin im Finale chancenlos

Dort traf sie auf Sara Widgren aus Schweden, die schon mehrfach Finalgegnerin der Oberfränkin war. Beide kennen den Kampfstil der Gegnerin sehr gut.
Neupert fand gut in den Kampf, sicherte sich schon früh einen Punktvorsprung sowie je einen Ippon im Standkampf und im Wurf. Zum vorzeitigen Sieg fehlte noch der Punkt am Boden. Als die Physiotherapeutin aus Frauendorfe die Schwedin perfekt mit einer Aushebetechnik erwischte, beendete sie sofort im Anschluss mit einer Haltetechnik, die sie trotz großer Gegenwehr bis zum Ende durchzog, den Kampf. Unter dem Jubel des Publikums hatte sich Neupert den Europameistertitel gesichert. Eine tolle Vorbereitung für die World Games.
Für das deutsche Teams standen in der Medaillenwertung am Ende fünfmal Gold, viermal Silber und fünfmal Bronze. peho