Es war im Hinspiel knapper, als es das Ergebnis von 61:49 ausdrückt - deshalb sollten sich die Brose Baskets auch am Sonntag (17 Uhr/Livestream auf brosebaskets.tv) auf einen heißen Tanz im Frankenderby gegen die s.Oliver Baskets Würzburg einstellen.

Seit dieser Partie kurz vor Jahresende hat sich aber sowohl bei den Unter- als auch bei den Oberfranken personell einiges getan: Die s.Oliver Baskets trennten sich von Demond Carter sowie Steven Esterkamp und holten dafür Aufbauspieler Dominic Waters und Allrounder Marcellus Sommerville. Vor allem in der Offensive macht das neue US-Duo die traditionell stark verteidigenden Unterfranken wesentlich gefährlicher. Der vielseitige Sommerville erzielte 13,5 Punkte im Schnitt, Waters brachte es in seinen fünf Partien für Würzburg auf 13,3 Zähler.

Jared Jordan Zeit geben

Beim deutschen Meister kam für den abgewanderten Novica Velickovic am Mittwoch beim 88:82-Erfolg in Braunschweig der drei Monate verletzte Sharrod Ford mit einer starken Leistung (13 Punkte/5 Rebounds) zurück. Einen Tag später präsentierten die Brose Baskets mit Jared Jordan den Nachfolger für Zack Wright auf der Spielmacher-Position. "Jared wird uns sicher weiterhelfen, aber wir müssen ihm ein bisschen Zeit geben. Es war keine einfache Woche, die er gerade gehabt hat", umschreibt Bambergs Trainer Chris Fleming das Hin und Her um den besten Aufbauspieler der Liga. Am Mittwoch hatte er noch die Bonner in Vechta zum Sieg geführt, 17 Stunden später wurde er als Neuzugang in Bamberg präsentiert.

Jordan selbst freut sich natürlich auf die Premiere in Bamberg, betont aber: "Ich habe keine großen Erwartungen an die Partie. Es ist ja auch nicht entscheidend, wie ich am Sonntag spiele, sondern wie ich in ein paar Wochen auftrete. Nach dieser verrückten Woche brauche ich noch ein bisschen Zeit."

Brisanz bringt eine weitere Personalie ins Derby: Mit Maurice Stuckey, der am Sonntag sein 100. Bundesliga-Spiel bestreitet, geht ein an die Würzburger ausgeliehener Bamberger an alter Wirkungsstätte auf Korbjagd. Der 23-Jährige erhielt in den letzten Wochen viel Spielzeit von Trainer Stefan Koch und bedankte sich mit guten Leistungen und 11,8 Punkten im Schnitt in den letzten sieben Partien für das Vertrauen.

Es wird also einmal mehr ein heißer Tanz. Gefordert sind dabei auch die Bamberger Fans. Die Würzburger Anhänger sind eng mit den Bonnern befreundet und werden Jared Jordan die Premiere in Freak City vermiesen wollen.

Basketball-Überblick

Brose Baskets Bamberg - s.Oliver Baskets Würzburg
(Sonntag, 17 Uhr, Brose Arena, Livestream brosebaskets.tv)

Bamberg Fischer, Ford, Gavel, Harris, Goldsberry, Jacobsen, Jordan, Sanders, Smith, Tadda, Thiemann, Zirbes
Würzburg Boone, Harris, Kleber, Little, McKinney, McNaughton, Sommerville, Spoden, Stuckey, Ugrai, Waters

Ferner spielen Samstag: Bonn - Bremerhaven, Tübingen - Ulm, Trier - Braunschweig - Sonntag: Weißenfels - Ludwigsburg, Bayreuth - Vechta (15 Uhr), Hagen - München, Quakenbrück - Oldenburg (ab 20.05 Uhr Sport1 live)