Nach acht Niederlagen in Folge in der Euroleague (5) und in der Bundesliga (3) hat es am letzten Tag des Monats März doch noch mit dem ersten Sieg geklappt. Die Brose Baskets fertigten die bereits als Absteiger feststehenden LTi Gießen 46ers mit 105:54 (50:32) und untermauerten damit die Tabellenführung.
Wie zu erwarten, setzte Brose-Trainer Chris Fleming auf A.J. Ogilvy - Jeremiah Massey musste auf Grund der Ausländerbeschränkung aussetzen. Außerdem fehlte bei den Bambergern Center Maik Zirbes (Daumen ausgekugelt). Bei seinem Heimdebüt stand Neuzugang Alex Renfroe gleich in der Startformation. Im ersten Viertel hatten die Hausherren lange Zeit einige Mühe mit den frech aufspielenden Gießenern, weil sie zu wenig Kapital aus den Ballverlusten der Gäste schlagen konnten. Die 19:10-Führung der Bamberger schrumpfte bis zum Viertelende auf 22:17 zusammen.
Auch im zweiten Viertel verkaufte sich der bereits als Absteiger feststehende Gast ordentlich und kam sogar noch einmal auf 26:28 heran. Danach waren aber die Hausherren nicht mehr zu stoppen. Vor allem Casey Jacobsen, der in der ersten Halbzeit vier Dreier versenkte, war beim 16:2-Lauf der Bamberger erfolgreich. Aber auch Philipp Neumann wusste mit einigen wuchtigen Dunkings zu überzeugen. So gingen die Brose Baskets mit einer komfortablen 50:32-Führung in die Pause, obwohl die Trefferquote nur bei 42 Prozent lag (Gießen 54 %). Während bei den Hausherren aber nur vier Ballverluste zu Buche standen, leisteten sich die Mittelhessen in den ersten 20 Minuten rekordverdächtige 16 Turnovers.
A.J. Ogilvy und Boki Nachbar ließen es dann nach dem Seitenwechsel einige Male kräftig krachen. Der Vorsprung wuchs über 56:36 (24.) bis zum Viertelende auf 73:42 an. Während bei den Mittelhessen inzwischen 24 Ballverluste in der Statistik standen, glänzten die Bamberger mit 22 Assists (Renfroe 7, Gavel 6).
In den ersten drei Minuten des Schlussviertels drehten dann Matt Walsh und Philipp Neumann so richtig auf, so dass die Punkte-Differenz schnell auf 84:44 gegen völlig überforderte Gäste anwuchs. Die Bamberger schossen sich jetzt ihren Frust von der Seele, und Kapitän Casey Jacobsen machte mit seinem fünften Dreier 1:20 Minuten vor dem Ende den gefeierten Hunderter (102:53) voll. Topscorer Philipp Neumann sorgte von der Freiwurflinie für den 105:54-Endstand.

Brose Baskets - LTi Gießen 46ers 105:54
Bamberg Neumann (24 Punkte), Ogilvy (19), Walsh (15/2 Dreier), Jacobsen (15/5), Ford (11/1), Nachbar (9), Gavel (8/1), Renfroe (4), Tadda, Schmidt
Gießen Weiser (11/1), Faßler (10/1), Hanke (9), Zazai (8), Ovcina (5/1), Spohr (5/1), Büchert (4), Curry (2)
SR: Kovacevic, Streit, Lauprecht
Zuschauer: 6800 (ausverkauft)
Gesamtwurfquote Bamberg 48 Prozent (33 Treffer/69 Versuche), Gießen 45 (21/47)
Dreierquote Bamberg 27 Prozent (9/33), Gießen 33 (4/12)
Freiwurfquote Bamberg 81 Prozent (30/37), Gießen 80 (8/10)
Rebounds Bamberg 39 (21 defensiv/18 offensiv), Gießen 29 (24/5)
Ballgewinne/ Ballverluste Bamberg 11/7, Gießen 4/27
Assists Bamberg 29, Gießen 16
Fouls Bamberg 11, Gießen 28