Die Bayern schlagen eindrucksvoll zurück und haben sich für die Demütigung durch die Brose Baskets vor zehn Tagen in der Bundesliga eindrucksvoll revanchiert. Der deutsche Meister aus München setzte sich am Mittwochabend gegen die Brose Baskets mit 90:52 (46:20) durch und übernahm mit dem zweiten Sieg im zweiten Eurocup-Zwischenrunden-Spiel die Tabellenführung in der Gruppe K. Die Bamberger sind nach dem Auftaktsieg in Ljubljana nun am nächsten Mittwoch (19 Uhr) im Heimspiel gegen JDA Dijon gefordert, in die Erfolgsspur zurückzufinden. Zuvor steht das Trinchieri-Team aber am Sonntag (20 Uhr) noch in der Bundesliga gegen Göttingen auf dem Prüfstand.


Es funktioniert rein gar nichts

Mit seiner Vorahnung: "Das wird ein ganz anderes Spiel", hatte Bambergs Coach Andrea Trinchieri Recht behalten. Dass seine Mannschaft aber derart eine auf die Mütze bekommen würde, hatte auch der Italiener sicher nicht erwartet. Die Bayern brannten im ersten Viertel ein Offensiv-Feuerwerk gegen eine desolate Bamberger Verteidigung ab. Und im Angriff lief bei den Hausherren überhaupt nichts: Sechs Bamberger Punkten standen nach zehn Minuten 22 Zähler der Münchner gegenüber. Die Trefferquoten (18:47 Prozent), das Reboundverhältnis (6:13), die Ballverluste (7:2) und die Assists (1:8) sprechen Bände über die Kräfteverhältnisse.

Aber auch nach der Viertelpause fanden die Gastgeber nicht annähernd in die Partie. Die Bayern dominierten weiter nach Belieben und führten die Trinchieri-Truppe phasenweise vor. Beim 12:36 nach 14 Minuten keimte nach einem Mbakwe-Dunking und einem Theis-Dreier kurzzeitig Hoffnung auf, doch Bryce Taylor schlug postwendend zurück und schraubte die Bayern-Führung wieder in die Höhe (44:17). Und bis zur Pause (20:46) änderte sich nur wenig an dieser Differenz. Vereinzelte Pfiffe begleiteten das Bamberger Team in die Kabine.

69 Sekunden waren nach dem Seitenwechsel gespielt, als Trinchieri beim 20:53-Zwischenstand zur nächsten Auszeit gezwungen war. Danach gelangen den Bambergern endlich einige Stopps. Auf der anderen Seite sorgte Ryan Thompson mit zwei Dreiern dafür, dass der Rückstand ein wenig schrumpfte. Bamberg zeigte Moral, zeigte sich endlich auf Augenhöhe und gewann das dritte Viertel mit 21:19. Der Rückstand betrug allerdings immer noch unaufholbare 24 Punkte.

Angeführt von Brad Wanamaker und Daniel Theis gingen die Hausherren nun endlich beherzt zur Sache (47:65). Doch das Strohfeuer war schnell wieder erloschen. Es häuften sich die Ballverluste - Bayern machte mit einem 14:0-Lauf (79:47) das Bamberger Debakel perfekt.


Die Statistik

Brose Baskets Bamberg - Bayern München 52:90
(6:22, 14:24, 21:19, 11:25)
Bamberg Wanamaker (16 Punkte), Thompson (12/2 Dreier), Duncan (7), Strelnieks (6/1), Theis (5/1), Tadda (3/1), Mbakwe (2), Schmidt (1), Bagaric, Harris, Obst
München Djedovic (16/1), Stimac (16/1), Taylor (15/1), Savanovic (10), Bryant (10), Schaffartzik (8/1), Idbihi (6), Gavel (4), Staiger (3/1), Marin (2)
SR Conde (Spanien), Zashchuk (Ukraine), Romano(Israel)
Zuschauer 6800 ausverkauft
Gesamtwurfquote Bamberg Prozent 30 (15 Treffer/50 Versuche), München 52 (34/66)
Dreierquote Bamberg 20 Prozent (5/25), München 26 (5/19)
Freiwurfquote Bfbg. 85 Prozent (17/20), München 94 (17/18)
Rebounds Bamberg 26 (22 defensiv/ 4offensiv), München 40 (30/10)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 5/21, München 6/10
Assists Bbg. 8 / München 21
Fouls Bbg. 23 / München 22