Am Montag fuhr gegen 02.05 Uhr ein 36-Jähriger mit einem Kleintransporter auf der B19 von der Anschlussstelle Heidingsfeld kommend in Richtung Würzburg. Etwa 500 Meter vor dem Ortsschild querten plötzlich acht bis neun Wildschweine die Fahrbahn. Der Lkw-Fahrer konnte der Rotte nicht ausweichen und erfasste die Wildschweine, wobei zwei Borstentiere noch auf der Fahrbahn verendeten. Durch die Wucht des Aufpralls brach am Lkw die Vorderachse. Ohne Bremswirkung kam das Fahrzeug nach circa 300 Metern auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen. Während der Fahrer die Unfallstelle absicherte, kam es zu zwei Folgeunfällen.

Ein 37-Jähriger, der auf dem linken Fahrstreifen die Unfallstelle passieren wollte, erkannte die dort liegenden toten Kadaver nicht rechtzeitig und beschädigte beim Überfahren eines der Tiere den Unterboden und die Ölwanne seines Fahrzeugs.

Ein unmittelbar nachfolgender 21-Jähriger fuhr mit seinem Leichtkraftrad ebenfalls über das Wildschwein und kam zu Fall. Bei dem Sturz erlitt der Motorradfahrer eine Schulterverletzung und musste mit dem Rettungsdienst in eine Klinik gebracht werden.

Die verendeten Wildschweine wurden durch die Berufsfeuerwehr Würzburg beseitigt. Sowohl der Lkw als auch der Pkw und das Kleinkraftrad waren nicht mehr fahrbereit. Während der Unfallaufnahme und der Bergung der Fahrzeuge war der rechte Fahrstreifen der B19 für eineinhalb Stunden gesperrt. Der entstandene Schaden an den unfallbeteiligten Fahrzeugen beträgt ungefähr 10.000 Euro.