Ein 30-Jähriger soll am Freitagabend, 29. 03. 2019, in Veitshöchheim (Landkreis Würzburg/Unterfranken) Steine auf die Bundesstraße 27 geworfen haben. Der Mann konnte dank der Mithilfe eines aufmerksamen Passanten festgenommen werden. Ein Ermittlungsrichter erließ am Samstag einen Haftbefehl gegen den obdachlosen mutmaßlichen Steinewerfer, wie die Polizei Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Würzburg in einer gemeinsamen Presseerklärung vom Samstag bekannt gaben.

Veitshöchheim: Mann bewirft Autos auf B27 mit Steinen - Zeuge alarmiert Polizei und verfolgt Verdächtigen

Mehrere Anrufe hatten um kurz vor 20.00 Uhr die Einsatzzentrale der Polizei erreicht. Die Anrufer schilderten, dass ein Unbekannter Steine auf die B 27 werfen würde. Dank der guten Reaktion eines 41-jährigen Zeugen konnte die Polizei kurz nach den ersten Mitteilungen einen 30-jährigen Tatverdächtigen in Veitshöchheim vorläufig festnehmen.

Der Veitshöchheimer, welcher zu Fuß unterwegs war, hatte die Steinwürfe auf die Straße ebenfalls beobachtet und unverzüglich die Polizei angerufen. Um den 30-Jährigen nicht aus dem Blick zu verlieren, folgte er dem Verdächtigen in sicherer Entfernung und gab die Position sowie eine erste Beschreibung des Mannes an die Polizei weiter.

Auch ein Gullydeckel landete auf der Straße

Im Altort von Veitshöchheim konnte die Polizei schließlich den Tatverdächtigen vorläufig festnehmen. Bei der Suche nach geworfenen Gegenständen stellte die Polizei auf der B 27 mehrere Steine sicher. Ob ein auf der Bundesstraße aufgefundener Gullydeckel ebenfalls auf die Straße geworfen worden ist, ist momentan Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Für die Dauer der Spurensicherung musste die Straße eine längere Zeit gesperrt werden.

Stein trifft Scheibe von Mercedes - Neunjähriger auf der Beifahrersitz

Dem aktuellen Sachstand nach beschädigte der 30-Jährige mindestens einen Mercedes Vito. Neben dem Fahrer befand sich sein neunjähriger Sohn auf dem Beifahrersitz, in dessen Bereich der Stein in die Scheibe einschlug. Glücklicherweise zogen sich weder der Neunjährige, noch sein Vater Verletzungen zu.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg führte die Polizei den Beschuldigten am Samstag dem Ermittlungsrichter vor. Dieser folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und erließ wegen des dringenden Tatverdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr einen Haftbefehl. Im Anschluss brachte die Polizei den 30-Jährigen in eine Justizvollzugsanstalt.

Für eine exakte Tatrekonstruktion hofft die Kripo Würzburg, welche die weiteren Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft führt, unter anderem auch auf weitere Hinweise.

Krip sucht Zeugen

Zeugen, die am Freitagabend gegen 20:00Uhr eine verdächtige Person zwischen der Rothofbrücke und Veitshöchheim beobachtet haben oder nachträglich einen Schaden an ihrem Fahrzeug festgestellt haben, werden gebeten sich bei der Kripo Würzburg unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

Ob dieser Fall im Zusammenhang mit mehreren am Mittwochabend im Bereich Steinburg und Steinburgweg beschädigten Fahrzeugen steht, ist Gegenstand der derzeitigen Ermittlungen. Wie bereits von der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt berichtet, teilten gegen 21:10 Uhr mehrere Autofahrer der Polizei mit, dass sich einige etwa faustgroße Steinbrocken auf der Bundesstraße 27, kurz nach dem Ortsschild Würzburg in Fahrtrichtung Karlstadt befinden würden.

Insgesamt wurden dabei sieben Fahrzeuge beschädigt und es entstand ein Sachschaden im deutlichen vierstelligen Bereich. In einem Fall traf ein Stein die Windschutzscheibe eines Audis, wodurch diese stark beschädigt worden war.

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