Knapp zwei Wochen nachdem ein Mann einen Polizisten vor dem Kulturspeicher in Würzburg mit einem Messer angegriffen haben soll und daraufhin von dem Beamten angeschossen wurde, werden Einzelheiten zu dem Vorfall bekannt.

Wie die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage bestätigte, hat der Polizist nach derzeitigem Stand der Ermittlungen insgesamt drei Schüsse abgegeben. "Hiervon dürfte mindestens ein Schuss als Warnschuss abgegeben worden sein", so Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen.

Polizist schießt auf Angreifer

Ein Schuss traf demnach den 42-Jährigen, der vorher auf dem Parkplatz vor dem Kulturspeicher mit seinem Messer Fahrzeuge beschädigt haben soll. Er wurde dabei schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Dort befindet er sich noch immer.

Zum aktuellen Gesundheitszustand des Tatverdächtigen liegen der Staatsanwaltschaft zwar "keine Erkenntnisse vor", so Raufeisen. "Die Verlegung in die JVA war allerdings bereits mehrfach angekündigt." Bereits einen Tag nachdem der Mann den Beamten angegriffen hatte,erließ der Ermittlungsrichter wegen versuchten Totschlags Haftbefehl gegen den polizeibekannten 42-Jährigen.

Polizist mittlerweile wieder dienstfähig

Der Polizist, der die Schüsse abgegeben hat und bei dem Einsatz leicht verletzt worden war, sei inzwischen wieder im Dienst, erklärte das Polizeipräsidium Unterfranken gegenüber dieser Redaktion.

Unterdessen dauern die Ermittlungen des Landeskriminalamts (LKA) und der Staatsanwaltschaft Würzburg zu dem Fall an. "Im Hinblick auf verschiedene notwendige Gutachten kann das Ende der Ermittlungen nicht seriös abgeschätzt werden", so Raufeisen. Eine Dauer "von etwa zwei bis drei Monaten" nannte er jedoch "nicht unrealistisch".