Ein herrenloser Rollkoffer hat am Mittwochvormittag die Bundespolizei im Hauptbahnhof Würzburg beschäftigt, wie die Polizei mitteilte. Aus Sicherheitsgründen wurde ein Teil der Bahnhofshalle abgesperrt. Nach nur kurzer Zeit konnte jedoch Entwarnung gegeben werden.

Während eines Streifengangs stellten Beamte der Bundespolizei gegen 9.15 Uhr neben dem Fahrausweisautomaten im Hauptbahnhof einen Rollkoffer fest, welcher keinem Reisenden zuzuordnen war.

Nachdem auch die Befragung umstehender Personen sowie eine Lautsprecherdurchsage im Hauptbahnhof keinen Hinweis auf den Besitzer ergeben hatten, sperrte die Bundespolizei aus Gründen der Sicherheit einen Teilbereich der Bahnhofshalle ab.


Sprengstoffspürhund im Einsatz

Eine alarmierte Diensthundeführerin überprüfte mit ihrer Sprengstoffspürhündin "Eska" das Gepäckstück. Nachdem die Hündin keine Anzeichen auf gefährliche Stoffe zu erkennen gab, konnte gegen 10 Uhr die Absperrung aufgehoben und der Koffer geöffnet werden.

Darin befand sich neben Kleidungsgegenstände auch ein Hinweis auf den Eigentümer. Dieser konnte bislang nicht erreicht werden. Es ist davon auszugehen, dass er den Koffer schlicht vergessen hat.

Der Bahnverkehr war durch die Absperrmaßnahmen der Bundespolizei nicht beeinträchtigt. Lediglich während der Arbeit der Diensthundeführerin musste aus Sicherheitsgründen Reisenden der Zugang zum Personentunnel sowie zum Reisezentrum kurzzeitig verwehrt werden.