Die beiden Männer aus Künzelsau hatten in der Nacht zum 1. November am Mainufer ein Biwak aufgeschlagen und dort geangelt, teilte die Polizei mit. Einer der beiden Männer war dann eingeschlafen und hatte, als er zwischen 1 und 2 Uhr wieder aufwachte, etwas im Wasser treiben sehen. Als er seinen Bekannten wecken wollte, musste er feststellen, dass dieser nicht da war. Es spricht vieles dafür, dass es sich bei dem, was im Oberwasser der Schleuse Eichel trieb, um den 61-jährigen Begleiter des Zeugen handelte.

Nachdem er selbst nicht helfen konnte und auch kein Handy dabei hatte, war der Mann danach gut fünf Kilometer zu Fuß unterwegs, bis er auf jemanden traf, der für ihn kurz vor 3 Uhr einen Notruf absetzen konnte. Die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken leitete danach sofort eine große angelegte Rettungsaktion ein, an der sich neben der Polizei auch die Freiwilligen Feuerwehren Marktheidenfeld, Wertheim und Bettingen, der Rettungsdienst, Tauchergruppen aus Lohr und Marktheidenfeld, die DLRG und die Wasserrettung Marktheidenfeld/Lohr/Karlburg beteiligten.

Auch ein spezielles Sonarboot war im Einsatz, mit dem der Bereich des Oberwassers der Schleuse abgesucht wurde. Allerdings dauerte es dann bis gegen 8.45 Uhr, bis es Gewissheit wurde, dass der Vermisste nicht mehr am Leben war. Taucher fanden mit Unterstützung des Spezialbootes die Leiche des 61-Jährigen. Der Tote wurde danach von der Feuerwehr ans Ufer gebracht.

Die weiteren Ermittlungen führt jetzt die Kriminalpolizei Würzburg.