Der Angeklagte war zur Tatzeit für das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) V-Mann in der Rockergruppe "Bandidos".

Schon in seinem ersten Prozess sagte der Mann immer wieder, er habe die Drogen im Wissen des LKA besorgt. Doch LKA-Beamte widersprachen dem Gericht; der Angeklagte wirkte unglaubwürdig.

Doch seither kamen Ermittlungen gegen sechs LKA-Beamte wegen Strafvereitelung im Amt ins Rollen, was die Arbeit des LKA in neues Licht taucht. Die Anwälte hoffen daher, dass das auch Auswirkungen auf das neue Urteil hat.

Zu Beginn des Prozesses am Montag vor dem Landgericht Würzburg stellten sie daher 16 Beweisanträge.
Ursprünglich hatte der Bundesgerichtshof das Urteil vom Sommer 2013 nur deshalb in Teilen aufgehoben, weil der Mann aus Münnerstadt (Landkreis Bad Kissingen) bei seiner Drogenfahrt im November 2011 von Tschechien nach Deutschland ein Messer dabei hatte. Diesen Umstand habe die Kammer für das Urteil nicht beachtet, weshalb nachverhandelt werden müsse. Die Strafe könnte also sogar höher ausfallen.