Am Donnerstagabend haben zwei Unbekannte mit ihrem Opel Mokka auf der A3 eine Polizeikontrolle verweigert. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd kam es unter anderem zu einem Zusammenstoß mit einem Polizeifahrzeug. Das berichtet die Polizei am Freitag.

Die Beamten entdeckten das brennende Fahrzeug schließlich in einem Waldgebiet des Kleinwallstadter Ortsteils Hofstetten im Landkreis Miltenberg.

Die zwei Unbekannten sind zu Fuß geflüchtet. Die Fahndung dauert weiter an. Denn trotz einer intensiven Fahndung, in der neben Hundeführern auch ein Polizeihubschrauber und eine Vielzahl von Streifenbesatzungen eingesetzt waren, fehlt von den beiden Geflüchteten jede Spur. Am frühen Nachmittag wurden die Fahndungskräfte reduziert.

Die Kripo Aschaffenburg hat die Ermittlungen hinsichtlich des Diebstahls aufgenommen und steht im engen Austausch mit den Kollegen in Nordrhein-Westfalen. Darüber hinaus wird die Ursache des Fahrzeugbrandes untersucht.


Was bisher geschah

Am Donnerstag gegen 19.20 Uhr war einer Polizeistreife der Opel auf der A3 in Fahrtrichtung Würzburg aufgefallen. Es stellte sich heraus, dass das Auto wegen Diebstahls gesucht wird. Trotz eindeutiger Zeichen der Beamten hielt das Fahrzeug nicht an, sondern flüchtete an der Rastanlage Spessart über die Staatsstraße Richtung Hessenthal. Bei einem Anhalteversuch bei Echterspfahl rammte der Opel einen Polizeiwagen. Das Fluchtfahrzeug beschleunigte auf geschätzte 160 Stundenkilometer außerhalb der Ortschaften und raste auch mit extrem hohen Geschwindigkeiten durch die umliegenden Dörfer.

Gegen 19.45 Uhr führte der Flüchtende waghalsige Überholmanöver in der Ortschaft Heimbuchenthal durch. Dabei streifte der Opel zwei Fahrzeuge, die in gleicher Richtung unterwegs waren und blieb am Außenspiegel eines geparkten Autos hängen. Die Fahrzeugführer blieben unverletzt und setzten ihre Flucht fort. Wenig später kam es im Ortsteil Hobbach zu einem Auffahrunfall des Opels mit einem vorausfahrenden VW Polo. Der Fahrer des VW blieb ebenfalls unverletzt.

Im Bereich der Ortschaft Eichelsbach bog der Opel über eine Wiese nach rechts ab und flüchtete in einen Wald. Dort musste die Polizei die Verfolgung des Geländewagens vorerst abbrechen. Letztlich entdeckten Fahndungskräfte den brennenden Pkw in einem Waldgebiet in der Nähe von Hofstetten. Von den beiden Insassen fehlte aber jede Spur. Mehrere Freiwillige Feuerwehren konnten das Auto schnell ablöschen.

Zwischenzeitlich waren eine Vielzahl von Fahndungskräften, auch aus dem hessischen Bereich und ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Die Fahndung der Polizei in der Nacht verlief ergebnislos. Am Freitagvormittag wurde erneut ein Helikopter zur Suche eingesetzt. Dazu ist das entsprechende Waldgebiet von mehreren Diensthundeführern und Streifen abgesucht worden.

Einer Mitteilung eines Zeugen, der zwei verdächtige Personen am Donnerstag gegen 22.15 Uhr im Bereich des Industriegebietes Kleinwallstadt gesehen haben will, ging die Polizei sofort nach. Bei den Verdächtigen soll es sich um einen Mann mit schwarzer Jacke und eine kleinere Frau mit dunkelblonden Haaren gehandelt haben. Bislang ist allerdings noch nicht geklärt, ob es sich dabei um die Gesuchten gehandelt hat.


Polizei bittet um Hinweise

Mit einer groben Personenbeschreibung hofft die Polizei auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung. Der erste Unbekannte sei zwischen 30-35 Jahre alt, habe eine kräftige Figur, einen auffallend runden Kopf, kurze Haare, keine Brille und keinen Bart.

Der zweite Unbekannte sei ungefähr 30 Jahre alt, zierlich und habe dunkle Haare.

Laut Angaben der dpa handelt es sich bei den Geflohenen um einen Mann und eine Frau.

Aktuell warnt die Polizei davor, Anhalter im größeren Umkreis der Ortschaften Hofstetten und Kleinwallstadt mitzunehmen.

Zeugen, die verdächtige Personen in diesem Bereich gesehen haben oder noch sehen, werden gebeten, sich unter dem Polizeinotruf 110 oder auch bei den örtlichen Polizeidienststellen zu melden.