Die psychische Krankheit des Täters war offenbar Grund für den Messerangriff in Aschaffenburg. Es gebe keine Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund oder eine Beziehungstat, sagte Aschaffenburgs Leitender Oberstaatsanwalt, Burkhard Pöpperl, am Montag.

Deshalb gingen die Ermittler von der Krankheit als Grund für die Attacke aus. Ein Radfahrer hatte am Freitagmorgen in der Innenstadt einem 33 Jahre alten Fußgänger im Vorbeifahren ein Messer in den Rücken gerammt.

Polizisten nahmen am Sonntagabend als mutmaßlichen Täter einen 19-Jährigen fest, der wegen einer psychischen Krankheit in Behandlung ist.

Der Mann wurde am Montag einem Haftrichter vorgeführt, meldet die Polizei. Angaben zur Sache machte der Beschuldigte im Beisein seines Anwalts nicht. Der Ermittlungsrichter erließ gegen den dringend tatverdächtigen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung. Im Anschluss wurde der 19-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.