Aus Unachtsamkeit waren am Montag auf der A3 bei Randersacker zunächst ein Pkw-Fahrer und später ein Lkw-Fahrer ihren Vorderleuten jeweils ins Heck gekracht.

Der erste Zusammenstoß ereignete sich gegen 16.45 Uhr, berichtet die Polizei. Rund 500 Meter vor der Anschlussstelle Würzburg/Randersacker bemerkte ein 44-Jähriger, der auf der rechten Spur der Autobahn in Richtung Frankfurt unterwegs war, zu spät, dass sich der Verkehr vor ihm zu stauen begann. Nahezu ungebremst fuhr der aus dem Kreis Miltenberg stammende Mann mit seinem Renault Clio in das Heck eines vorausfahrenden bulgarischen Sattelzugs. Anschließend drehte sich sein Pkw um die eigene Achse, bis er letztendlich entgegen der Fahrtrichtung auf der linken Spur zum Stillstand kam.

Während der Lkw-Fahrer noch mit dem Schrecken davon kam, zog sich der Unfallverursacher schwere Verletzungen zu. Er kam zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus nach Würzburg. Sowohl der Pkw als auch der Sattelauflieger waren so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Insgesamt entstand ein Schaden von rund 10.000 Euro. Da die Autobahn aufgrund des großen Trümmerfeldes zunächst für rund 30 Minuten komplett gesperrt werden musste, staute sich in der Folge der Verkehr kilometerlang bis zum Kreuz Biebelried zurück.

Bedeutend schadensträchtiger war dagegen der zweite Unfall, zu dem es dann kurz nach 20.00 Uhr nur 50 Meter hinter der ersten Unfallstelle gekommen war. Hier war ein 59-jähriger aus Hannover mit seinem Sattelzug auf der rechten Fahrspur aus Unachtsamkeit auf das Gespann eines Kraftfahrers aus Nürnberg aufgefahren. Der Aufprall war so heftig, dass der ebenfalls 59 Jahre alte Mittelfranke danach noch in das Heck eines 49-Jährigen aus dem Saalekreis geschoben wurde.

Beim Unfall zog sich der Unfallverursacher leichte Verletzungen zu, die einer ambulanten Behandlung bedurften. Die anderen beiden Fahrer blieben unverletzt. Während an dem Sattelzug des 49-Jährigen nur leichte Schäden entstanden, wurden die anderen beiden Gespanne so sehr beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Insgesamt beläuft sich der geschätzte Sachschaden auf rund 75.000 Euro.