Ein Großbrand hatte am Samstagnachmittag großen Schaden in einer Fabrik von Südzucker in Ochsenfurt angerichtet. Auch am Sonntag musste die Feuerwehr den Brand bekämpfen - nur schwer waren die Flammen unter Kontrolle zu bekommen.
Am Montag dann wurde bekannt, dass die Lärmwand, an der das Feuer ausgebrochen ist, so gar nicht mehr hätte stehen sollen. Die rund 2000 Strohballen, die als Schallschutz aufgestellt und mit flammenhemmenden Material abgedeckt waren, waren eigentlich nur für einen Probebetrieb vor einigen Jahren vorgesehen gewesen.
Eigentlich sollte eine massive Lärmschutzwand errichtet werden - schon vor Jahren wurde über den Bauantrag im Ochsenfurter Stadtrat beraten. Umgesetzt wurden die Pläne nie.
Nachdem die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache übernommen hat, scheint auch Brandstiftung im Bereich möglich. "Den derzeitigen Ermittlungen nach kann eine Brandstiftung zumindest nicht ausgeschlossen werden", teilte die Polizei am Dienstag mit.

Gleichzeitig bittet die Polizei nun um Hinweise und richtet folgende Frage an die Öffentlichkeit:

• Wer hat vor, während oder nach der Brandentstehung im Bereich der Zuckerfabrik, insbesondere im Bereich des Fußweges zwischen dem Firmengelände und den Bahngleisen verdächtige Personen gesehen?

Zeugenhinweise nimmt die Kriminalpolizei Würzburg unter Tel. 0931/457-1732 entgegen.