Gegen 10.20 Uhr überprüften die Spezialisten einen Sattelzug mit rumänischer Zulassung, der als Gefahrguttransport gekennzeichnet war. Als sich die Beamten die Fracht des Planenzuges ansahen, trauten sie ihren Augen kaum. 17 Tonnen eines in Säcken verpackten gefährlichen Stoffes in Pulverform, der bei Berührung mit brennbaren oder entzündbaren Stoffen heftig reagieren könnte, standen völlig ungesichert auf der glatten Ladefläche.

Die Sicherungsmittel hatte der Fahrer dabei, aber nicht verwendet. Außerdem entsprachen die vorgeschriebenen Feuerlöscher und die Handlampe nicht den Vorschriften und waren teilweise überhaupt nicht gebrauchsfähig. Zu guter Letzt stellten die Beamten noch fest, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um 30 km/h überschritten worden war.

Nun erwartet den 50-jährigen Kraftfahrer ein Bußgeld von 860 Euro und ein einmonatiges Fahrverbot. Auch gegen den verantwortlichen Verlader und gegen die Beförderungsfirma werden Bußgeldanzeigen erstellt.

Nachdem die Ladung ordnungsgemäß gesichert war, die mangelhafte Ausrüstung ersetzt und der Mann, der keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, eine Sicherheitsleistung hinterlegt hatte, durfte der Transport fortgesetzt werden. pol