In der Gesamtschau ist die Unterfränkische Polizei mit dem Verlauf der fünften Jahreszeit zufrieden. Laut Polizeiangaben waren überwiegend friedliche Närrinnen und Narren auf den Faschingsveranstaltungen unterwegs. Die Notwendigkeit von Jugendschutzkontrollen hat sich im Hinblick auf die festgestellte Anzahl von alkoholisierten Kindern und Jugendlichen wieder bestätigt.

Das freundliche Wetter hat sicherlich einen großen Beitrag dazu geleistet, dass die großen Faschingsumzüge in Würzburg, Aschaffenburg und Schweinfurt mit insgesamt rund 220.000 Zuschauern sehr gut besucht waren. Trotz der ausgelassenen Stimmung verliefen fast alle Veranstaltungen in der Region Unterfranken friedlich und größtenteils störungsfrei.


Jugendschutz als wichtiges Ziel

Bereits seit einigen Jahren legt das Polizeipräsidium Unterfranken insbesondere auch bei den Veranstaltungsgeschehen einen Schwerpunkt auf den Jugendschutz. Behördenübergreifend und gemeinsam mit den Veranstaltern werden bereits im Vorfeld Vereinbarungen dahingehend getroffen, wie die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen gewährleistet und insbesondere dem übermäßigen Alkoholmissbrauch konsequent entgegengewirkt werden kann.

Bereits positiv etablierte gemeinsame Kontrollen mit den örtlichen Jugendämtern wurden auch 2014 wieder durchgeführt. Leider mussten die Beamten auch dieses Jahr wieder zahlreiche Kinder und Jugendliche feststellen, die zum Teil erschreckend hohe Alkoholwerte intus hatten.

Trauriger Spitzenreiter war ein 16-Jähriger, der am Miltenberger Faschingszug mit einem Wert von über zwei Promille angetroffen wurde. In insgesamt 12 (Vorjahr 19) Fällen wurde festgestellt, dass verbotenerweise Alkohol an Kinder und Jugendliche abgegeben worden war. Wegen Verstößen gegen jugendschutzrechtliche Vorschriften wurde auch gegen sechs (16) Veranstalter oder Gewerbetreibende Anzeige erstattet. pol