Gegen 15.45 Uhr war die Bewohnerin eines Anwesens in der Bachgasse auf sonderbare Geräusche aufmerksam geworden, die von der Straße kamen. Wie die Polizei mitteilte, hörte die Frau kurz danach auch schon, dass offenbar ein Auto gegen ihr Haus gefahren war. Als sie dann zusammen mit ihrem Mann nach draußen ging und in den Pkw schaute, staunte sie nicht schlecht. Dort saß ein kleiner Knirps auf dem Fahrersitz, der gerade am Zündschlüssel hantierte, um das Fahrzeug erneut zu starten. Das wurde von den Zeugen rechtzeitig unterbunden. Glücklicherweise war den beiden Geschwistern bei dem Unfall nichts passiert, während an dem Haus und an dem Auto jeweils ein Schaden in Höhe von etwa 500 Euro entstanden war.

Nachdem der 3-Jährige brav seinen Namen genannt hatte, brachten der Mann und die Frau die Kinder anschließend zu ihrer Mutter, die zu diesem Zeitpunkt vom Verschwinden ihrer Buben noch gar nichts mitbekommen hatte. In der Folge wurde die Obernburger Polizei verständigt. Bei den weiteren Ermittlungen ging es zunächst um die Frage, wie der kleine Junge mit dem Auto überhaupt fahren konnte. Dabei stellte sich heraus, dass der Pkw ohne größere Probleme auch bei gezogener Handbremse schon beim Drehen des Zündschlüssels losrollte.

Es spricht vieles dafür, dass sich der Dreijährige irgendwie den Kfz-Schlüssel vom Schlüsselbrett in der Wohnung angelte und dann mit seinem kleinen Bruder losfuhr. Glücklicherweise hat diese Fahrt zu keinen Verletzten und letztendlich auch zu nur geringem Sachschaden geführt. pol