Insgesamt waren bei dem Unfall auf der A3 bei Rottendorf drei Lkw und ein Sprinter an dem Geschehen beteiligt. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden von über 100.000 Euro. Die A3 musste wegen Bergungsarbeiten in Richtung Nürnberg teilweise gesperrt werden. Der Verkehr staut sich auf einer Länge von bis zu sechs Kilometern.

Der erste Unfall hatte sich gegen 16.30 Uhr kurz vor der Anschlussstelle Rottendorf in Richtung Nürnberg ereignet. Dort stand ein Sattelzug wegen einer Reifenpanne auf dem Seitenstreifen. Das Fahrzeug war nach Angaben der Polizei vom Fahrer ordnungsgemäß abgesichert worden. Ein nachfolgender Sprinterfahrer wurde offenbar zu spät auf diese Situation aufmerksam. Er fuhr ungebremst seitlich gegen den Auflieger, wobei der Sprinter total beschädigt wurde. Wie durch ein Wunder kam der 39-jährige Fahrer offenbar leichter verletzt davon. Der Fahrer des Sprinters wurde vorsorglich zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

In der Folge waren von den drei Fahrspuren die rechte und die mittlere gesperrt. Der Verkehr wurde über den linken Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbei geleitet. Trotzdem bildete sich ein Rückstau, an dessen Ende sich gegen 19.00 Uhr der zweite Unfall ereignete. Dort hatte ein 7,5-Tonner mit Anhänger auf dem rechten Fahrstreifen am Stauende angehalten. Kurze Zeit später kam dann ein 40-Tonner aus Österreich, dessen Fahrer noch ein Bremsmanöver einleitete. Allerdings konnte der 42-Jährige nicht verhindern, dass er gegen den mit Stückgut beladenen Anhänger prallte.

Durch die Wucht der Kollision wurden der Anhänger und das Zugfahrzeug getrennt, wobei beide umstürzen. Der Anhänger kam auf der Nebenfahrbahn zum Liegen, während der Lkw auf der linken Spur entgegen der Fahrtrichtung umstürzte. Der Unfallverursacher kam mit dem Schrecken davon. Die beiden 63-jährigen Aushilfsfahrer in dem gerammten Lkw, die aus der Nähe von Gießen stammen, erlitten leichte Verletzungen. Die Männer wurden vor Ort medizinisch versorgt.

Zur Stunde sind die Bergungsarbeiten mithilfe eines Bergekrans noch immer im Gange. In diesem Bereich ist der linke Fahrstreifen gesperrt. Der Verkehr kann hier über den mittleren und den rechten Fahrstreifen vorbei geleitet werden. Trotzdem staut sich der Verkehr auf einer Länge von etwa sechs Kilometern bis zur Anschlussstelle Randersacker zurück, wo der Verkehr ausgeleitet wird. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen dürften die Bergungsarbeiten nicht vor 22 Uhr beendet sein.

Die Unfallaufnahme erfolgte in beiden Fällen durch Beamte der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried. Sie wurden bei ihrer Arbeit durch die Feuerwehren aus Randersacker und Rottendorf unterstützt, die u.a. die Fahrbahn reinigten, beim Umschichten der Ladung behilflich waren und die Unfallstelle absicherten.