Gegen 1:15 Uhr geriet eine 21-jährige Studentin auf dem linken der drei Fahrstreifen in Richtung Nürnberg mit ihrem BMW ohne Fremdverschulden ins Schleudern und prallte zunächst gegen die Betonleitwand im Mittelstreifen. Ihr Fahrzeug wurde abgewiesen und kollidierte mit einem rechts fahrenden Sattelzug. Anschließend kam der nicht mehr fahrbereite Pkw mit ausgefallener Beleuchtung auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. Die junge Frau, die leicht verletzt worden war, stieg sofort aus und lief zum Seitenstreifen.

Ein 35-jähriger Golf-Fahrer, der nach eigenen Angaben mit etwa 120 km/h auf dem linken Fahrstreifen unterwegs war, erkannte in der Dunkelheit das havarierte Fahrzeug erst, als es zu einer effektiven Reaktion schon zu spät war. Nahezu ungebremst stieß er auf das Heck des BMW und schob dessen Kofferraum komplett nach vorn. Auch der VW wurde dabei erheblich beschädigt und musste, wie das Wrack des BMW, abgeschleppt werden. Der Golf-Fahrer kam zum Glück ebenfalls mit leichten Verletzungen davon. Er und die junge Frau wurden in ein Würzburger Krankenhaus gebracht.

Einem 57-jährigen Mann aus Nordrhein-Westfalen gelang es hingegen im letzten Moment nach links auszuweichen. Allerdings schrammte er mit seinem Ford Galaxy leicht an der Betonleitwand entlang. Er und auch der Lasterfahrer konnten nach der Unfallaufnahme mit ihren Fahrzeugen weiterfahren.

Ausgelaufene Betriebsstoffe verteilten sich auf der gesamten Fahrbahn. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Wertheim und Bettingen banden die öligen Flüssigkeiten ab und unterstützten die Autobahnpolizei bei der Absicherung der Unfallstelle. Während der Bergung der Fahrzeuge und der Reinigung der Fahrbahn war die Autobahn in Richtung Nürnberg komplett gesperrt. Trotz der nächtlichen Stunde staute sich der Verkehr auf mehrere Kilometer zurück. pol