Kurz nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis Mitte August hatte sich der aus dem Raum Bad Mergentheim stammende 28-Jährige für eine Nacht in einem Hotel im Stadtbereich Würzburg eingemietet. Er verließ das Hotel dann aber ohne zu zahlen. Einige Tage später gelang ihm die gleiche Masche bei weiteren Hotels in Würzburg. Bislang sind vier Fälle bekannt, teilte das Polizeipräsidium Unterfranken mit.

Für den vergangenen Donnerstagmittag hatte der Wohnsitzlose bei einem Autohaus in Würzburg eine Kaufabsicht für einen Neuwagen vorgetäuscht und deshalb eine Probefahrt vereinbart. Unter Vorlage seiner echten Personalien hat er dann das hochwertige Auto für einen kurzen Zeitraum zur Verfügung gestellt bekommen. Eine Rückgabe des Fahrzeuges war aber seitens des Beschuldigten offensichtlich nicht eingeplant. Die Kripo Würzburg hatte sofort die Ermittlungen übernommen.

Mit dem unterschlagenen Fahrzeug verursachte der 28-Jährige dann am Freitag in Hessen bei Neu-Isenburg einen Auffahrunfall. Dem anderen Unfallbeteiligten zeigte er als eigene Legitimation die Visitenkarte des Verkäufers seines unterschlagenen Autos vor. Der Unfallgegner ließ sich darauf aber nicht ein und er zog die Polizei hinzu. Die Beamten erkannten sofort, dass hier etwas nicht stimmte und sie nahmen den bereits zur Fahndung ausgeschriebenen Mann fest. Den unterschlagenen Wagen stellten die Polizisten sicher, er wird nun vom betroffenen Autohaus wieder zurückgeholt.

Im Laufe des Freitagabend wurde der Beschuldigte dann nach Würzburg überstellt und dort auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg am Samstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen den Mann. Er sitzt nun wieder in einer Justizvollzugsanstalt. Es wird noch geprüft, ob der 28-Jährige noch für weitere Einmietbetrügereien verantwortlich ist, in der er Rechnungsanschriften einer angeblichen Firma aus Duisburg angegeben hatte.