Die Hauptverhandlung gegen den Mann begann um 09:30 Uhr beim Amtsgericht Würzburg in der Ottostraße. Nach einer Urteilsverkündung, die mit einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und acht Monaten endete, wollte er den Gerichtssaal nicht verlassen und fing an das Gericht zu beleidigen.

Nachdem der Vorsitzender Richter die Anordnung erließ, dass der Verurteilte den Saal zu verlassen hat, haben die anwesenden Polizeibeamten versucht, dem Mann Handfesseln anzulegen. Hierbei versuchte der 25-Jährige die Beamten zur Seite zu stoßen. Es kam zu einer Rangelei mit dem Verurteilten und es wurden mehrere Tische und Stühle umgestoßen. Letztlich fixierten die Polizeibeamten unter Mithilfe von Justizwachtmeistern den Mann am Boden und legten ihm Fesseln an.

Das aggressive Verhalten setzte sich dann auch beim Transport mit einem Polizeibus in die Justizvollzugsanstalt fort. Er trat mehrfach gegen die Einbauten im Fahrzeug beleidigte fortwährend die Polizeibeamten mit üblen Ausdrücken. Letztlich wurde er an der Justizvollzugsanstalt abgeliefert. Ein Beamter der Polizei erlitt durch die Rangeleien im Gerichtssaal einen blutenden Kratzer an der Hand. Er blieb allerdings weiter dienstfähig.

Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt hat jetzt wegen mehrerer Delikte, darunter Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, die Ermittlungen aufgenommen. pol/tos