Kurz nach 2 Uhr hat am Sonntag ein 26-Jähriger in der Schützenstraße in Schweinfurt einen Unfall verursacht. Dabei stand er laut Polizei erheblich unter Alkoholeinfluss. Nach einer Flucht konnte er wenig später festgenommen werden. Die Polizei ermittelt jetzt gegen ihn wegen Straßenverkehrsgefährdung, Unfallflucht, Fahren ohne Fahrerlaubnis und unbefugten Gebrauch eines Kraftwagens.

Gegen 2.10 Uhr teilte ein Autofahrer über Notruf mit, dass er soeben einen Unfall in der Schützenstraße beobachtet hat. Dabei sei ein Autofahrer mit einem Ford ziemlich heftig gegen zwei geparkte Fahrzeuge gestoßen und anschließend geflüchtet. Der Zeuge verfolgte den Unfallflüchtigen daraufhin.

Zeuge verfolgt flüchtigen Unfallfahrer

Durch die guten Angaben des Zeugen konnte der Beschuldigte kurze Zeit später in der Hartlaubstraße im Rahmen einer Fahndung festgestellt werden, als er hier gerade seinen stark unfallbeschädigten Ford einparkte.

Bei der anschließenden Kontrolle des unfallflüchtigen Fahrzeugführers wurde sogleich festgestellt, dass er nicht nur stark unter Alkohol-, sondern höchstwahrscheinlich auch noch unter Drogeneinfluss stand.

Ohne Führerschein, aber mit 2,44 Promille

Deshalb wurde der Beschuldigte vorläufig festgenommen und zur Dienststelle gebracht. Hier erreichte er bei einem Atemalkoholtest 2,44 Promille. Bei der weiteren Überprüfung wurde zudem festgestellt, dass der Beschuldigte zurzeit nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist.

Nach einer durch einen herbeigerufenen Arzt durchgeführten Blutentnahme wurde er anschließend Zuhause bei den Eltern abgeliefert.

Betrunkener randaliert Zuhause - Mutter ruft Polizei

Etwa zwei Stunden später rief die Mutter bei der Wache an und meldete ihren randalierenden Sohn. Deshalb wurde er zur Ausnüchterung festgenommen und in eine Arrestzelle eingeliefert.

An der Unfallstelle in Höhe der Schützenstraße 36 wurden zwei angefahrene Autos festgestellt. Ein Renault Twingo und ein Peugeot 206 wiesen frische Unfallspuren auf, welche mit den Schäden am Pkw des Beschuldigten in Einklang zu bringen sind. Den Ford hatte der Sohn ohne Wissen der Eltern zu einer Spritztour ausgeliehen.

Der Gesamtschaden an den drei Autos wird auf rund 10 000 Euro geschätzt.