TSV 1860 Rosenheim - FC 05 Schweinfurt 2:2 (1:1). Tore: 0:1 Steffen Krautschneider (5.), 1:1 Andrija Bosnjak (32.), 1:2 Steffen Krautschneider (53.), 2:2 Danijel Majdancevic (86.).

Warum immer Rosenheim? Die Frage, warum der FC 05 sich beim TSV 1860 im Jahnstadion immer derart schwer tut und Minimum zwei Punkte lässt, ist schnell beantwortet: Weil diese Rosenheimer sich gegen die Schweinfurter stets ans Maximum motivieren können, giftig, gallig sind und den Erfolg unbedingt wollen. Und die Nullfünfer eben nicht. Wie in den vergangenen beiden Jahren auch, musste sich mannschaftliche Qualität dem Willen beugen. Als der Platz im strömenden Regen noch die Möglichkeit dazu hergab, Dinge spielerisch zu lösen, waren die Schweinfurter tonangebend und hätten mehr daraus erzielen können, als das frühe 1:0 durch Steffen Krautschneider.

Aufwand und Ertrag passen nicht

Auch in der Schlussphase, kurz vor dem 2:2-Ausgleich durch den Rosenheimer Danijel Majdancevic, lag der dritte Schweinfurter Treffer mehrfach in der Luft. "Aber uns geht auswärts im Moment die Fähigkeit zum Lucky Punch ab. Und fehlt der Killerinstinkt", sagt FC-Trainer Timo Wenzel. Aufwand und Ertrag stehen beim FC 05 gerade auf fremden Plätzen, wo Gastgeber sich mitunter ganz aufs Kontern verlegen, keinesfalls im Gleichklang. Der FC Bayern München II ist derweil Nutznießer, könnte mit einem Sieg im Nachholspiel schon auf sechs Punkte wegziehen von den Schweinfurtern, die ihrerseits im Falle eines Erfolges in der nachzuholenden Partie gegen Buchbach Zweiter wären. Damit würde schon früh der Druck auf dem FC 05 lasten, beide Spiele gegen die Münchner gewinnen zu müssen, soll es denn schon in dieser Runde klappen mit dem Titelgewinn.

Schwaches Abwehrverhalten

Doch anders als bei den 1:1-Unentschieden in Garching und Augsburg, als primär die Schludrigkeit vor dem Tor jeweils zwei Zähler gekostet hatte, waren die Ursachen in erster Linie im Abwehrverhalten zu suchen. "Wir haben uns die Dinger quasi selbst reingehauen", drosch Wenzel keineswegs eine Phrase. Den fraglos um eigenen Torerfolg bemühten Rosenheimer wurde zweimal das Toreschießen zu leicht gemacht, weil Bälle abgeschenkt wurden. Vor allem beim Ausgleich, als die Schweinfurter die Möglichkeit hatten, den Ball schnöde weg zu dreschen und für die Alternative, es eleganter zu lösen, bestraft wurden. Die Führung durch Krautschneiders zweiten Treffer (53.) hätte ja gereicht. "Das musst du halt verteidigen mit allem, was du hast. Notfalls knallst du die Bälle auf die Tribüne", wusste Wenzel. Besser machen können es die 05-er am Freitag, und zwar daheim gegen den Überraschungsdritten FC Memmingen. Michael Bauer Schweinfurt: Eiban - Messingschlager, Strohmaier, Kleineheismann, Lo Scrudato - Kracun, Fery (80. Billick), Jelisic (46. Jabiri) - Piller (70. Trinks), Maderer, Krautschneider.