Bislang dürfen deutschlandweit nur 45 Schulen die Bezeichnung Fair-Trade-Schule tragen. Für die Verleihung müssen fünf Kriterien der Zertifizierungsorganisation "Transfair" erfüllt werden:

- Es wird ein Schulteam gebildet, das aus mindestens fünf Personen besteht und sich aus Schülern, Eltern und Lehrern zusammensetzt.
- In einem "Kompass" wird das gesamte Projekt mit den Aktivitäten, Aktionen und Maßnahmen der Schule zusammengefasst und dargestellt.
- Es werden regelmäßig mindestens zwei Fairtrade-Produkte in der Schule angeboten.
- In mindestens zwei Jahrgangsstufen der Schule werden in zwei unterschiedlichen Fächern Themen des "Fairen Handels" bearbeitet.
- Mindestens einmal jährlich wird eine Schulaktion zum Thema "Fairer Handel" durchgeführt.

Schulleiter Ulrich Wittmann und Stadträtin Sorya Lippert (Sprecherin der Lokalen Agenda der Stadt Schweinfurt) sind begeistert vom Engagement der Schüler. Alle Beteiligten sind sich sicher, dass die Schule den Titel bald erreichen wird. Die Lokale Agenda unterstützt die Schüler bei der Bewältigung der bevorstehenden Aufgaben.

Bereits 2011 gründete sich eine Arbeitsgruppe ("Nachhaltigkeit in der regionalen Wirtschaft") der Stadt Schweinfurt, um ökosoziale Ziele in der kommunalen Politik umzusetzen. Das erste Projekt "Schweinfurt soll Fairtrade-Stadt werden" startete erfolgreich. 17 Einzelhändler, elf Gastronomiebetriebe, sechs Schulen, zwei Vereine und sechs Kirchengemeinden wurden für die Initiative gewonnen. Damit wurde die erforderliche Mindestzahl der Unterstützer bei weitem übertroffen. Ziel ist es, die Bevölkerung auf das Thema "Fairer Handel" aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren.