Bei einem Gottesdienst im Kiliansdom sagte der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann, die Sternsinger gäben den Kranken und Leidenden die Hoffnung weiter, "dass sie in der Liebe Gottes stehen und nicht vergessen sind". Auch in anderen Bistümern wurden Sternsinger nach feierlichen Gottesdiensten ausgesandt.

Hofmann bezeichnete die Sternsinger laut Manuskript seiner Predigt als "Segen für alle Kinder dieser Welt, für die Ihr die Spenden der Besuchten weiterreicht, damit ihre Krankheiten, ihre Not gelindert werden". Manche Not und mache Krankheit könnten zwar "von uns nicht weggeliebt werden", so der Bischof. Aber es sei wichtig, "dass auch diese Menschen durch unser Engagement erfahren, dass Gottes Segen sie umfängt". Die gastgebende Diözese Würzburg hatte nach eigenen Angaben 2150 Mädchen und Jungen zur Eröffnung der alljährlichen Aktion eingeladen.

Spenden für bedürftige Kinder

Deutschlandweit gehen dem Kindermissionswerk "Die Sternsinger" zufolge bis zum 6. Januar rund eine halbe Million junge Menschen als Heilige Drei Könige verkleidet von Tür zu Tür und erbitten Spenden für bedürftige Kinder. Dabei singen sie Lieder, sprechen Gebete und schreiben mit Kreide die Buchstaben C+M+B für den Segensspruch "Christus Mansionem Benedicat" (Gott segne dieses Haus) an die Türen.

Das 55. Dreikönigssingen steht unter dem Motto "Segen bringen, Segen sein". Beispielland ist dieses Mal das ostafrikanische Tansania, zu dessen Bistum Mbinga die Diözese Würzburg seit fast 20 Jahren intensive Beziehungen pflegt.

Zuletzt sammelten die Sternsinger in Deutschland mehr als 42 Millionen Euro für soziale Projekte. Dieses Mal werden mit dem Geld unter anderem Gesundheitsstationen sowie die Ausbildung von Ärzten und Krankenpflegern in Tansania finanziert.