Mit Blitz und Donner und jeder Menge Regen ist am Samstag ein heftiges Gewitter über Schweinfurt gezogen. Bäume stürzten um, Straßen standen unter Wasser, Keller wurden geflutet, wie das Rote Kreuz mitteilte.

Zwei Menschen wurden bei dem Unwetter leicht verletzt und kamen in eine Klinik. Die Rettungskräfte zählten am Samstagabend mehr als 230 Einsätze. Besonders betroffen war Schwebheim, eine kleine Gemeinde nahe Schweinfurt. Wie hoch der Schaden ist, ist derzeit noch unklar.


Samstag: Heftige Gewitter auch über Oberfranken

Auch andere Regionen Frankens wurden am Samstag von teils extrem schweren Gewittern heimgesucht. Dennoch fällt die Schadensbilanz unterm Strich weniger schlimm aus als befürchtet. Besonders die Landkreise Bayreuth und Coburg waren betroffen. Hier hatte der Deutsche Wetterdienst vor Unwettern der höchsten Warnstufe (4) gewarnt. In ebersdorf bei Coburg konnte die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Vielerorts wurden Straßen überflutet. Wiesen und Felder konnten die extremen Wassermassen nicht mehr aufnehmen.

Schlimmer erwischt hat es offenbar die benachbarte Oberpfalz und Unterfranken: Die dortigen Polizeipräsidien meldeten zahlreiche Einsätze für die Rettungskräfte von Feuerwehr und Polizei. In der Oberpfalz rückten die Helfer zwischen 14 und 18 Uhr etwa 50 Mal aus. Neben plötzlichen Wassermassen sorgten auch herabfallende Äste oder umgestürzte Bäume für Probleme, ein Festival musste abgebrochen werden.


Neue Unwetter in Franken am Sonntag erwartet

Auch am Sonntag werden für Teile Frankens schwere bis extreme Unwetter erwartet. Die aktuelle Warnlage können Sie in unserem Unwetter-Ticker verfolgen. Am Montag erreicht uns eine Kaltfront - mit Gewittern, die laut dem Wetterexperten Stefan Ochs aus Herzogenaurach noch heftiger ausfallen könnten als an den Vortagen.