Sie lieben Lebensmittel, doch Kunden im gesetzten Alter offenbar nicht. Zu dem Schluss ist Willi Scheder kurz nach seiner Teilnahme an einem Edeka-Gewinnspiel gekommen. Überspitzt war das, natürlich, doch der Schonunger war enttäuscht, aufgebracht - und schrieb einen Leserbrief an die Mainpost.
 


Per E-mail lud Edeka zu einer Umfrage ein

Doch von Anfang an. Im Februar bekommt Willi Scheder eine E-Mail: Edeka lädt ihn ein, an ihrer Umfrage teilzunehmen, als Gewinn winkt ein Gutschein von 20 Euro. Fünf Minuten soll der Kunde dafür investieren und Edeka die "Meinung sagen". Warum nicht. Schließlich kauft er ja auch bei Edeka ein.
 


Seine Meinung war nicht erwünscht

Willi Scheder setzt sich an sein Tablet, surft auf die Edeka-Seite und bekommt die erste Frage gestellt: die nach dem Alter. Scheder denkt sich noch nichts dabei, gibt seine 83 Lenze ein - und bekommt prompt eine Antwort: Tut uns leid, Sie gehören nicht zur Zielgruppe.

Nach einigen Recherchen und Kontakten mit der Pressestelle für Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen ist klar: Die Umfrage gab es wirklich so, offenbar mit Altersbegrenzung. Was natürlich allen sehr, sehr leid tut und ganz und gar nicht beabsichtigt war, wie es in einer Stellungnahme der Edeka-Zentrale in Hamburg schließlich heißt.

Katja Beringer