Es begann mit einem Loch in einem Fass: Am Samstagnachmittag, gegen 15 Uhr, hatte ein Gabelstaplerfahrer einer Schweinfurter Spedition mit seinem Fahrzeug ein Loch in einen 200 Liter fassenden Behälter gerissen.

Dabei trat eine zunächst unbekannte Flüssigkeit aus, die umgehend von den Arbeitern gebunden wurde. Der Schaden betraf den oberen Teil des Fasses, so dass augenscheinlich keine weiteren Flüssigkeiten mehr austraten. Die Schadstelle und der Boden wurden danach von den Arbeitern gesäubert.

Als dann aber am Montagmorgen die ersten Arbeiter ihre Tätigkeiten in der betroffenen Halle aufnahmen, wurde ihnen offenbar von inzwischen entstandenen Dämpfen übel und sie mussten sich übergeben.

Daraufhin wurden Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert. Die Sanitäter brachten die acht zwischen 16 und 61 Jahre alten Verletzten in Schweinfurter Krankenhäuser, wo sie ambulant behandelt wurden. Die Feuerwehr sperrte den Gefahrenbereich weiträumig ab und reinigte die kontaminierte Stelle.

Wie inzwischen feststeht, handelte es sich bei der ausgetretenen Flüssigkeit um einen als Gefahrstoff bezeichneten Stoff, der gesundheitsschädlich und umweltgefährlich ist. Die Polizeiinspektion Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen.