Zwei Mal große Augen gab es am frühen Sonntagmorgen im Stadtteil Bergl in Schweinfurt. Einmal bei einem Hausbewohner, der einen fremden Mann schlafend in seinem Bett vorfand und das andere Mal der Schläfer, der sich in seinem eigenen und nicht in einem fremden Bett wähnte.

Die Ursache des Ganzen war nach Angaben der Polizei schnell ermittelt: Der Alkohol hatte einen beträchtlichen Anteil an diesem Verwirrspiel.

Gegen 5.40 Uhr kam der 18-jährige Sohn der Familie, zusammen mit seinem 16-jährigen Kumpel, in das Haus zurück.

Um niemanden zu wecken, betraten die beiden jungen Männer über die geschlossene, aber nicht verschlossene Terrassentür das Haus. In seinem Schlafzimmer fanden sie nun einen ihnen vollkommen fremden Mann schnarchend im Bett vor.

Nachdem die Polizei gerufen worden war, klärte sich so nach und nach alles auf. Der Mann mit seinen 1, 46 Promille wähnte sich auf seinem Heimweg am eigenen Haus in der Oskar-von-Miller-Straße. Er betrat über die Terrassentür das Haus und legte sich sofort samt Klamotten ins Bett.

Die im Haus mit ihren beiden Töchtern schlafende 44-jährige Hausbesitzerin bekam von alledem überhaupt nichts mit. Erst als der Sohn heimkam und es dann lauter wurde, wachten alle auf.

Weil der 28-jährige Betrunkene nach dem unsanften Wecken immer noch keinerlei Orientierung hatte und ihm das Laufen äußerst schwer fiel, wurde er zunächst einmal in einer Polizeizelle ausgenüchtert.