Angefangen hatte die Serie von Diebstählen mit dem Verschwinden einer Spendenbox in einem Elektrogeschäft im vorletzten September. Darin befanden sich zwar nur etwa 30 Euro, die aber für einen gemeinnützigen Zweck bestimmt waren. Besonders groß war die Finanznot der 32-jährigen Frau und ihres 46 Jahre alten Mannes offenbar im Dezember 2012. Damals entwendeten die beiden im Abstand von wenigen Tagen Kaffeekassen und Sammelbüchsen in Arzt- und Zahnarztpraxen, einem Autohaus und einem Kopierladen. Den größten Betrag, nämlich zwei Geldtaschen mit mehr als 2800 Euro, ließen die beiden kurz vor Weihnachten 2012 in einem Haushaltswarengeschäft mitgehen.

Danach riss die Serie von Diebstählen zunächst ab und die nächsten Fälle wurden erst wieder im April 2013 registriert. Dabei wurde eine Kaffeekasse aus einer Arztpraxis mit 500 Euro gestohlen. Im Mai schlug das Paar erneut in einer Arztpraxis zu. Ende November tauchte die Frau und ihr Mann dann in einem Geschäft in der Oberen Straße auf. Sie lenkten den Inhaber so geschickt ab, dass der zunächst das Fehlen der Spendenkasse auf dem Tresen gar nicht bemerkte.

Weil der Mann aber eine recht gute Personenbeschreibung des Paares abgeben konnte, geriet das aus der Drogenszene einschlägig bekannte Ehepaar aus Schweinfurt in Verdacht. Der Betreiber des Ladens identifizierte die beiden auf einem Foto zweifelsfrei und bei den weiteren Ermittlungen, die durch die Polizeiinspektion Schweinfurt geführt wurden, erhärtete sich dieser Verdacht weiter. Bei ihren Vernehmungen räumten die beiden schließlich ein, dass sie über Monate ihre Drogensucht mit dem gestohlenen Geld finanziert hätten. Derzeit prüft der zuständige Sachbearbeiter, ob noch weitere Straftaten auf das Konto des Pärchens gehen könnten.