SV Obererthal - TSV Münnerstadt: Drei Tage nach dem 0:7-Desaster in Strahlungen empfängt der SV Obererthal (18./0) mit dem TSV Münnerstadt (4./3) nicht nur einen Landkreiskonkurrenten, sondern auch einen Gegner, der mit einem Sieg überraschend gut in die Saison gestartet ist. "Das sind natürlich erst einmal keine guten Voraussetzungen, um die Rote Laterne wieder los zu werden", ist sich SV-Abteilungsleiter Manfred Rüth sicher, "denn die Mürschter werden mit großen Selbstvertrauen anreisen". Die Rot-Weißen waren nach der Auftaktniederlage naturgemäß schwer geknickt. Dass es beim BOL-Absteiger in Strahlungen schwer werden würde, war auch Obererthals Coach Walter Fleischmann vor dem Anpfiff schon klar, doch dass die Begegnung nach drei schnellen Gegentreffern so einseitig enden würde, wurmte ihn nachträglich. Wer heute Abend bei der "Wiedergutmachung" (Rüth) aufläuft, wird sich erst kurz vor Spielbeginn entscheiden, hinter einigen Akteuren steht aus beruflichen Gründen noch ein Fragezeichen. Ein Wiedersehen werden die heimischen Fans mit Florian Rottenberger feiern, der Ex-Keeper wird im Tor stehen, allerdings auf Gäste-Seite. "Der Florian war für uns ein starker Rückhalt in Güntersleben", so TSV-Vorsitzender Günther Scheuring, der mit Freude den 4:2-Sieg der Lauertaler registrierte. Dieser erstaunte insofern, weil die Mannen von Dominik Schönhöfer stark ersatzgeschwächt aufliefen. Florian Kersten und Johannes Kanz feierten eine gelungene Bezirksliga-Premiere, ihre Leistung war mitverantwortlich dafür, "dass der Gegner völlig verdient gewonnen hat" (Günterslebens Pressesprecher Christian Wolf). Dass "Dom" Schönhöfer sich noch selbst einwechseln musste, war Beweis für die Personalnöte. In Obererthal, wo man in der vergangenen Saison deutlich mit 1:5 verlor, wird dies eher nicht der Fall sein, "es sitzen diesmal Akteure aus der Zweiten Mannschaft auf der Bank", so der Trainer. Der warnt vor den Gastgebern, "denn die werden eine zweite Niederlage unbedingt verhindern wollen".

SV Garitz - DJK Schwebenried/Schwemmelsbach: Auch die Garitzer (2./3) feierten zum Saisonstart einen Sieg in der Fremde, der beim TSV Röthlein (16./0) mit 4:1 deutlich ausfiel. Und nach Ansicht von Röthleins Pressesprecher David Calhoun zwei Gründe hatte: "Zum einen war der Gegner bei der Chancenverwertung total abgezockt, zum anderen ist der Sadowski halt ein Hund". Letzteres war in Richtung des SV-Spielertrainers lobend gemeint, denn der überraschte die TSVler mit der inzwischen seltenen Dreier-Angriffsreihe. Er selbst, Marcel Rudolph und Neuzugang Bastian Schober, der sich mit zwei Treffern gleich gut einführte, störten mit ihrem konsequenten Pressing den Spielaufbau des Gegners empfindlich. Auch eine weitere Umstellung, Manuel Krieter wurde mit einer offensiveren Rolle im Mittelfeld betraut, machte den Röthleinern zu schaffen, denn der sorgte zusammen mit Johannes Schloßbauer immer wieder für Druck nach vorne. Mit welcher taktischen Maßnahme Andrzej Sadowski gegen die DJK (3./3) aufwarten wird, wollte er nicht verraten. Sicher ist, dass er das gegnerische Sturmduo David Fleischmann und Manuel Weißenberger ausschalten will. Dies zeigte sich beim 3:0-Erfolg gegen den Aufsteiger aus Gädheim gleich erfolgreich. "In Garitz wäre ich mit einem Punkt absolut zufrieden", ist sich der neue DJK-Coach Mario Schindler der Schwere der Aufgabe bewusst.

SV Rödelmaier - SV Riedenberg: Obwohl die erste Partie mit 1:2 in Rottendorf verloren ging, war Charly Storch mit der Vorstellung der Riedenberger Elf (14./0) insgesamt zufrieden. Denn gegen einen Meisterschaftsfavoriten hielt man ausgezeichnet mit, "die Riedenberger standen in der Abwehr im Prinzip bombensicher und waren überaus kampfstark", lobte Rottendorfs Pressesprecher Alexander Schraut. Gleiches wird in Rödelmaier (15./0) gefordert sein, wo die Gäste zwar weiter auf ihren Abwehrstrategen Stefan Schneider verzichten müssen, aber auf einen angeschlagenen Gegner treffen. Der verlor in Fuchsstadt mit 0:1, was schmeichelhaft war, denn der BOL-Absteiger zeigte große Schwächen im Spielaufbau und war in der Offensive nicht präsent. "Ich will meine Spieler aber trotzdem nicht unter Druck setzen", verkündet Storch, der seinen Schützlingen eine Akklimatisierungszeit einräumt. "In Rottendorf gab es für uns den Lernfaktor, dass man sich in dieser Liga keine Abwehrfehler leisten kann, das wird sofort mit Gegentreffern bestraft." Trotzdem würde ein angestrebter Punktgewinn für Selbstvertrauen sorgen, schließlich empfängt man mit dem FC Fuchsstadt am Wochenende einen hochkarätigen Gegner aus dem Landkreis zum ersten Heimspiel.