Wie die Polizei mitteilt, haben Zeugen am Donnerstagvormittag in einem Anwesen in Leerstetten im Kreis Roth einen toten Mann gefunden. Nach aktuellem Ermittlungsstand geht die Kripo Schwabach von einem Tötungsdelikt aus.

Gegen 11.30 Uhr informierten die Zeugen am Donnerstag die Polizei über das Auffinden der Leiche. Gefunden wurde der tote Mann in einem Anwesen in der Hauptstraße in Leerstetten. Daraufhin fuhren Polizei und Rettungsdienst sofort zum Tatort. Kurz darauf trafen auch Beamte der Kriminalpolizei Schwabach sowie der Erkennungsdienst dort ein.

Opfer eines Gewaltverbrechens

Nachdem ein Gerichtsmediziner die Leiche begutachtet hatte, gehen die Ermittler davon aus, dass der Mann durch Fremdeinwirkung zu Tode gekommen ist. Bei dem Toten handelt es sich um einen 65-jährigen Mann, der im Tatortanwesen lebte.

Am Donnerstagnachmittag meldete die Polizei schließlich, dass eine sofort eingeleitete Fahndung einen dringenden Tatverdacht gegen eine 57-jährige Frau aus dem Landkreis Roth ergab. Diese soll eine Bekannte des Opfers sein. Bei der Fahndung war unter anderem ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Gegen 15 Uhr konnte die Frau im Stadtgebiet Schwabach festgenommen werden. Sie war laut Polizei in einem Auto unterwegs und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Obduktion gibt Aufschluss über Todesursache

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde der Leichnam des Opfers am Freitagmorgen (07.09.2018) obduziert, um die genaue Todesursache herauszufinden. Die Erlanger Rechtsmediziner fanden mittels der Obduktion heraus, dass der 65-Jährige durch massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf zu Tode gekommen ist.

Die Hintergründe der Tat sind weiterhin Gegenstand kriminalpolizeilicher Ermittlungen. Die 57-jährige Tatverdächtige wird im Laufe des Freitags dem zuständigen Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage überstellt. Die Frau äußerte sich in einer Befragung nicht zum Sachverhalt.