Einen komplett weißen Mauersegler haben Naturschützer in Mittelfranken entdeckt. "Ein Albino-Mauersegler mit roten Augen ist eine absolute Seltenheit", sagte Klaus Bäuerlein vom Landesbund für Vogelschutz (LBV). Wie der Verband am Montag mitteilte, wurde der Jungvogel bei einer Nestkontrolle in der Kolonie in Roth südlich von Nürnberg entdeckt.

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Der erste Albino seit der Ansiedlung vor 34 Jahren

Seit der Ansiedlung der Zugvögel dort vor 34 Jahren sei es der erste Albino. Auch sonst würden nur sehr selten komplett weiße Tiere gefunden, hieß es vom LBV. In Bayern sei kein solcher Vogel bekannt, zwei weitere Vögel seien in den vergangenen Jahren in Hessen und Schleswig-Holstein gefunden worden.


Ungewisse Überlebenschancen

Die Überlebenschancen für den weißen Vogel seien ungewiss. "Von unten hilft ein weißes Gefieder, unsichtbar zu werden. Gegen Feinde von oben hat die helle Färbung jedoch eher den gegenteiligen Effekt", sagte Bäuerlein. Außerdem steche der Albino-Mauersegler in einem Schwarm von ansonsten nur dunklen Vögeln besonders heraus.

Die roten Augen seien zudem empfindlicher gegen Sonnenlicht, worunter die Sehkraft bei der Insektenjagd leiden könne. Albinismus wird laut dem LBV vererbt. Die Haut ist dann nicht in der Lage, den Farbstoff Melanin zu bilden.

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