Es war die Idee von Gottfried Christ, dem viel zu früh verstorbenen ehemaligen Heimleiter des städtischen Alten- und Pflegeheims, den Neuschter Weihnachtszauber in den Kirchhof der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt zu verlegen. Neben der heuer erstmals in zarten Farben angestrahlten Kirche entwickelte dieser inzwischen einen ganz besonderen Charme.

Auf dem Platz verteilt und im Gemeindehaus selbst findet der Besucher eine Auswahl unzähliger Geschenkideen und weihnachtlicher Accessoires. Über allem schwebt der Duft von weihnachtlichem Gebäck, Glühwein und Herzhaftem. Bei allem Kommerz, bei Trubel, Einkaufsstimmung und Lichterglanz dürfe die Hauptsache nicht vergessen werden, erinnerte Christel Lux im Namen des Stadtmarketings: Die Menschwerdung des Allmächtigen nämlich, des Schöpfers von Himmel und Erde.

Angelika Despang, Geschäftsführerin der Stadtmarketing GmbH, erinnerte an all die zahlreichen Aktivitäten in diesen Tagen. Auch dankte sie rundum allen, die auch heuer wieder dazu beigetragen haben. Bürgermeister Bruno Altrichter freute sich in seiner Begrüßung über den zwar spärlichen, aber doch frisch gefallenen Schnee, der alles wie mit einem zarten Puderzucker bestäubt aussehen ließ.

Der Nikolaus kam vorbei

Und dann ließ sich zu seinem Namenstag auch noch der rot gewandete Nikolaus persönlich sehen. Seinen Crampus nebst Rute hatte er gleich zu Hause gelassen, denn in Bad Neustadt würden nur liebe Leute wohnen. Angst brauchte also wirklich niemand zu haben. Mit seinen Geschenken ließ er prompt viele Kinderherzen höher schlagen.

Noch das ganze Wochenende über dürfen sich die Bürger freuen über das vielfältige Angebot des Weihnachtsmarktes. Eine Vielzahl kleiner, schnuckeliger Holzbuden bietet Geschenkideen in Hülle und Fülle. Die kleinen Holzhäuschen schmiegen sich wie selbstverständlich an das Kirchengemäuer an. Im gegenüberliegenden katholischen Gemeindehaus verwöhnt der Frauenbund die Gäste mit Kaffee und Kuchen. Besucher dürfen dort auch auf weitere sehens-, staunens- und kaufenswerte Angebote gespannt sein.

Der Neuschter Weihnachtszauber lädt noch Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 19 Uhr zum Bummeln, Staunen und Kaufen ein. Auf dem Weg zum lichterglänzenden Marktplatz mit seinem bunten Treiben rund um die Eisbahn lockt ein Kinderkarussell, welches noch bis zum 16. Dezember täglich seine Runden dreht.

Musik als i-Tüpfelchen

Für das berühmte Tüpfelchen auf dem "i" sorgt auch heuer wieder der Neuschter Musik-Zauber. Während des Weihnachtsmarktes wechseln sich Musikkapellen und Chöre mit stimmungsvollen Live-Auftritten ab, sie wollen dabei für ein ganz besonderes Flair sorgen. Zur Eröffnung spielte das Preh-Werkorchester, gefolgt von der Kolpingkapelle Schönau.

Am Samstag spielt von 13 bis 14 Uhr der Evangelische Posaunenchor Bad Neustadt auf, von 15 bis 16 Uhr hat sich die Musikkapelle aus Wülfershausen angesagt und von 18 bis 19 Uhr die Musikkapelle der Gartenstadt. Am Sonntag konzertiert die Musikkapelle Löhrieth zwischen 14 und 15 Uhr, die Musikkapelle Hohenroth von 15.30 bis 16.30 Uhr und der die Musikkapelle Wargolshausen von 18 bis 19 Uhr.