Ausreden und Täuschungen haben vor dem Gesetz oft nicht lange Bestand. So kam die Geschichte eines Autofahrers am Ende erheblich ins Trudeln und endete mit Anzeigen gegen einen Mann aus Mellrichstadt, wie die Polizei mitteilt.

Im vergangenen Jahr geriet ein Mittvierziger aus dem Kreis Rhön-Grabfeld in eine allgemeine Verkehrskontrolle. Dabei gab der Mann laut Polizei an, seinen Führerschein, den er erst kürzlich wieder erhalten hatte, zu Hause vergessen zu haben. Er sollte seine Fahrerlaubnis wenig später auf der Polizeidienststelle vorzuzeigen - doch dieser Aufforderung kam der Fahrer seinerzeit nicht nach.

Die Polizei brachte zwischenzeitlich in Erfahrung, dass der Mann schon seit längerer Zeit einen Führerscheinentzug hat. Nach weiteren Ermittlungen wurde klar, dass der Manns im Besitz eines "ungültigen, rosafarbenen Führerscheins" sein sollte, wie die Polizei mitteilt. In Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft haben die Beamten schließlich die Wohnung des Mannes durchsucht, um den Führerschein zu finden. Nach langem Leugnen bekam der Mann laut Polizei allerdings weiche Knie.

Der besagte "rosafarbene Führerschein" wurde sichergestellt. Dieser war ursprünglich auf eine andere Person ausgestellt - der Beschuldigte hatte die ursprünglichen Daten mit seinen Personalien überschrieben und ein anderes Lichtbild eingeklebt. Er muss jetzt mit Anzeigen wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und wegen Urkundenfälschung rechnen.