Björn Schönwiesner hat einen Traum. Dass es für ihn mit dem Toreschießen so weitergeht wie in den bisher drei Bayernliga-Partien. Doch am Samstag im zweiten Heimspiel empfängt sein TSV Großbardorf den Tabellen-Siebten Spielvereinigung Jahn Forchheim. Der Jahn ist noch ungeschlagen.

Vier Mal netzte Schönwiesner in der bisherigen Saison schon ein. Zudem gab er drei Vorlagen. Beim überzeugenden 5:1 der Grabfeld-Gallier in Erlangen-Bruck war er mit drei Treffern der Matchwinner. Logisch, dass Trainer André Betz den offensiven Linksaußen lobt: "Björn hat in den bisherigen Spielen dieser Saison einen Lauf. Seine Trainingsleistungen spiegeln sich in seinem Auftreten in den Spielen wider, so dass seine Tore nicht von ungefähr kommen."

Seine Treffer lassen den 25-Jährigen nach außen hin allerdings kalt. "Das ist doch nichts Besonderes. Ich freue mich allerdings, dass wir bisher als Mannschaft auch durch meine Tore so erfolgreich spielen. Für mich wäre es traumhaft, wenn es so weitergehen würde, aber das ist eher unwahrscheinlich. Es werden auch wieder andere Zeiten kommen."

Dass sein Team die Tabellenführung vom spielfreien Lokalrivalen TSV Aubstadt übernehmen könnte, ist für den TSV-Coach nicht so wichtig. "Wenn wir ganz oben stehen würden, hätte ich überhaupt nichts dagegen. Das würde nämlich bedeuten, dass wir Forchheim klar besiegt hätten. Das Wichtigste ist aber, dass wir überhaupt gewinnen." Das sei sicher möglich, denn Großbardorf sei gut drauf.

Sieben Punkte aus drei Spielen kämen nicht von ungefähr. "Wir wollen mit dem Wind des Auswärtssieges im Rücken natürlich auch zu Hause alles versuchen, einen Dreier einzufahren. Gegen die mit Klassespielern bestückte Forchheimer Mannschaft müssen wir die Euphorie des Sieges mit rübernehmen und sicher eine ähnlich starke Leistung wie zuletzt abrufen, um erfolgreich sein zu können."

Der Schwachpunkt der Elf von Trainer Christian Springer scheint in der Defensive zu liegen, musste sie bisher doch sieben Gegentreffer einstecken. Die Offensive erzielte neun Tore. Für Schönwiesner wird die Partie sehr interessant. "Forchheim ist eine Mannschaft, die sich nicht nur hinten reinstellt, sondern auch versucht Fußball zu spielen. Für mich ist es ein offenes Spiel." Wenn es seinem Team gelänge, die guten ersten 45 Minuten des ersten Heimspiels auf die gesamte Spielzeit auszudehnen, ist er zuversichtlich zu gewinnen.

Personell sieht es nicht so rosig aus. "Es ist auch weiterhin etwas knapp, da Lukas Illig, Simon Snaschel und Ronny Mangold verletzt fehlen und André Rieß noch zwei Spiele Sperre absitzen muss. Zudem steht Tobias Fleischer wegen einer schulischen Verpflichtung nicht zur Verfügung", sagt Betz.

In den Kader zurück kommt Zarko Poznic. Filip Lijesnic und Steven Schranz werden auf der Bank Platz nehmen.