Neben Tabellenführer Aubstadt und dem Würzburger FV ist der TSV Großbardorf eines von nur noch drei unbesiegten Teams in der Bayernliga. Das soll zum Abschluss der ersten von drei englischen Wochen in Serie gegen den SV Seligenporten so bleiben. Dann will Trainer André Betz, dass sein Team auch die einfachen Tore macht.

Genau die Tore nach Abprallern und Standards fehlten am Mittwoch beim Remis in Ansbach. Ein Kandidat für ein Freistoßtor - nicht nur gegen Seligenporten - ist André Rieß. Der hat seine Rotsperre abgesessen und wird "heiß sein", glaubt sein Trainer. Dass Rieß in die Startelf zurückkehrt, gilt als fast sicher. Auch weil Betz mit dem verhinderten Florian Dietz sowie den verletzten Pascal Stahl und Maximilian Mosandl für die rechte Mittelfeldseite drei Optionen weniger hat.

Lukas Illig ist für das Spiel gegen Seligenporten noch kein Thema; aber der Mittelfeldspieler befindet sich im "individuellen Aufbautraining", sagt Betz. Tobias Fleischer steht den Grabfeld-Galliern zur Verfügung. Zarko Poznic, der in Ansbach eingewechselt wurde, und Ronny Mangold sind nach überstandenen Verletzungen nahe dran an der Startelf. Möglicherweise bekommen sie im Toto-Pokal am Dienstag in Uettingen eine Chance.

Der Regionalligaabsteiger Seligenporten hat einen katastrophalen Saisonstart hingelegt und weist nach fünf Partien mickrige zwei Punkte auf. Der Kader wurde im Sommer fast komplett ausgetauscht und hat sich augenscheinlich noch nicht gefunden. Aus der Liste der 13 Neuzugänge ragen der langjährige Schweinfurter Marco Janz und Marco Wiedmann, der nach drei Jahren in Amberg und einem bei der SpVgg Greuther Fürth II zu den Oberpfälzern zurückgekehrt ist, heraus. "Seligenporten ist nicht ohne", warnt Betz trotzdem. "Es ist eine erfahrene Mannschaft, die man nicht ins Laufen kommen lassen darf."

Trainer ist Hendrik Baumgart, der die Bayernliga Nord aus seiner Zeit als Verantwortlicher beim SC Eltersdorf (2013 bis 2016) bestens kennt. Er hat den Posten kurz vor Saisonbeginn von Roger Prinzen übernommen, der zum Zweitligisten Heidenheim wechselte.

Nach dem vollgepackten Spielplan richten muss Betz derzeit seine Trainingssteuerung. "Es kommt auf die richtige Dosierung an." In dieser Woche sah der Plan am Montag - zwei Tage nach dem Spiel gegen Forchheim und zwei Tage vor der Partie in Ansbach - eine "normale Trainingseinheit" vor, in der er darauf achtete, zu hohe Anstrengungen zu vermeiden. "Eine zielgerichtete Einheit, die hauptsächlich dem Erhalt diente." Am Donnerstag stand Auslaufen auf dem Programm. "Ein leichtes Training. Manchmal ist weniger mehr", sagt Betz.