Würzburger FV - TSV Großbardorf 2:2 (1:1). Tore: 1:0 Manuel Leicht (4.), 1:1 Cristian Alexandru Dan (13.), 2:1 Patrick Hofmann (60.), 2:2 André Rieß (68.).
Am Ende dieses eisigen Tages auf der Sepp-Endres-Sportanlage, war André Betz mit der Punkteteilung zufrieden. "Letztendlich war es ein gerechtes Unentschieden", sagte der Trainer des TSV Großbardorf nach dem Derby gegen den Würzburger FV. Ihm schien der eine Punkt dann doch eher ein gewonnener als seinem Gegenüber Marc Reitmaier. "Wir hätten die Partie gerne gewonnen, aber letztendlich müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein", resümierte der 34-Jährige. Einig waren sich beide Trainer, dass ihre Teams eine ordentliche Leistung abgeliefert hatten.

Dabei waren die Blauen vor 372 Zuschauern zunächst nur schwer ins Spiel gekommen. Die Gäste aus dem Grabfeld, die bereits am Samstag zuvor gegen den Tabellenführer Eltersdorf eine starke Partie gezeigt hatten (2:2), starteten hingegen druckvoll und spritzig. "Wir haben sehr gut angefangen. Die ersten zehn Minuten waren top", resümierte Trainer Betz. Ehe sich die Reitmaier-Elf versah, schob Manuel Leicht nach einem Fehler in der WFV-Abwehr zum 1:0 ein. Zu diesem Zeitpunkt holperte es bei den Gastgebern noch erheblich, auch wenn sie Zug zum Tor erkennen ließen. Dann tauchten die Gäste mit Björn Schönwieser (8.) und Lennart Seufert (11.) schon wieder vor dem Tor auf. Nach und nach schien den Blauen - trotz des bitterkalten Windes - aber die Kälte aus den Knochen zu weichen, und das Duell entwickelte sich immer mehr zu einem auf Augenhöhe. "Würzburg hat zunehmend mehr gedrückt. Die stehen nicht umsonst da, wo sie stehen", sagte Betz.

So war es erneut ein Istrefi-Freistoß, der den Gastgebern die Chance zum Ausgleich bescherte: Cristian Alexandru Dan nutzte wie so oft seinen Kopf und traf zum 1:1. Ab diesem Moment waren die Zellerauer da. Innenverteidiger Tim Lorenz donnerte aus rund 40 Metern einen Ball an die Latte, der ein wenig tiefer für Großbardorfs Torwart Christian Dietz unhaltbar gewesen wäre. Im weiteren Verlauf waren beide Keeper gefragt, wirklich gefährlich kam aber in den ersten 45 Minuten nur der WFV noch einmal vors Tor - wo Wojtek Droszcz nach einer Istrefi-Ecke den Ball nicht richtig erwischte und leer ausging.

In der offensiven Partie hatten beide Seiten nach der Pause weiter Chancen - mit einem leichten Plus an Möglichkeiten für die Mainfranken. Sehenswert war Patrick Hofmanns Tor zum 2:1. Schön bedient von Dan, lief der 26-Jährige alleine auf Dietz zu, behielt die Nerven und überlupfte den Keeper elegant. Zuvor hatte WFV-Rechtsverteidiger Andreas Ganzinger einen Ball von Marcel Hölderle auf der Linie geklärt. Machtlos waren die Blauen allerdings, als André Rieß am Rand des Sechzehners abzog und den Ball - unhaltbar für Torwart André Koob - zum 2:2 einschob.


Abseits in der 82. Minute

Bei diesem Stand sollte es trotz aller Bemühungen bleiben, obwohl der Ball in der 82. Minute nach einem Kopfball von Dan sogar noch einmal im Kasten der Großbardorfer landete. Allerdings entschied Schiedsrichter Thomas Stein zu recht auf Abseits. "Nach dem 2:2 war es ein offenes Spiel, das auf beide Seiten hätte kippen können. Wir wissen um die Stärken von Großbardorf und von daher müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein, auch wenn wir gerne gewonnen hätten", sagte Reitmaier. "In der zweiten Hälfte hätte jeder einen Lucky Punch machen können", stimmte ihm Betz zu. Carolin Münzel
Großbardorf: Dietz - Hölderle, Mangold, Zang - Seufert, Piecha - Schönwieser, Zehe (90. Mosandl), Rieß, Poznic (62. Illig) - Leicht (66. Rugovaj).