HSC Bad Neustadt-Rhön - TG Landshut 36:26 (19:14).

Mit diesem Sieg der Rotmilane und aufgrund der gleichzeitigen Niederlage des Tabellenzweiten Waldbüttelbrunn bei der DJK Rimpar II dürfte angesichts der acht Punkte Vorsprung die Frage nach dem Meister nur noch theoretischer Art sein vor den letzten fünf Saisonspielen. "Da kann man Bad Neustadt wohl schon gratulieren, die Mannschaft ist die stärkste der Liga und hat dies auch heute gezeigt", sagte Gäste-Trainer Markus Böhner in der Pressekonferenz. Allerdings ging dessen Plan, "frech zu spielen und den HSC zu ärgern", zunächst auf. Denn die Unterfranken begannen ungewohnt sorglos, kassierten gleich drei Kempa-Treffer, um nach dem 5:5 einen Zwischenspurt zur deutlichen 11:5-Führung hinzulegen. Aber in den nächsten Minuten schlugen die Niederbayern mit vier Treffern in Serie zurück.

Nach einer Auszeit ihres Trainers beim Stand von 15:13 agierten die Rot-Weißen in der Deckung wesentlich aggressiver und erspielten sich so einen Fünftore-Vorsprung zur Pause, der nach dem Wechsel noch einmal wachsen sollte (24:15). Die meisten Treffer in dieser Phase resultierten aus Tempogegenstößen. Denn der Gast versuchte immer wieder mit einem siebtem Feldspieler die Offensive zu stärken, eine Taktik, die überhaupt nicht aufging. Insbesondere Gary Hines zeigte sich angesichts seiner zehn Treffer in Wurflaune, profitierte dabei von seiner taktischen Ausrichtung, denn als vorgezogene Spitze in einer 5:1-Deckung störte er nicht nur den Spielaufbau der TGler, sondern fing auch einige Pässe ab, die ihn frei vor Keeper Adrian Müller auftauchen ließen.

Mit dem Treffer zum 26:17 wurde auf Seiten des HSC der Anfangsformation Schonzeit eingeräumt. Gleich hellwach war nach seiner Einwechslung Keeper Felix Schmidl, der einige gute Paraden zeigte, sich aber ärgern musste, weil zurückprallende Bälle zu oft in den Händen des Gegners landeten. Der Zehn-Tore-Vorsprung des Tabellenführers wurde in der letzten Viertelstunde erfolgreich verteidigt, wobei Vilim Leskovec auf der Spielmacherposition agierte, Linus Dürr und Benedikt Kleinhenz die Außenpositionen besetzten und Maximilian Kalliske den Bötsch-Vertreter am Kreis gab.

Die faire Partie endete mit Beifall für beide Kontrahenten. Die Vorstellung der Gastgeber, die in der nächsten Woche zwei weitere Punkte beim Kellerkind Würm-Mitte holen müssten, dürfte auch Leon Rastner gefallen haben. Dieser wird als Neuverpflichtung gehandelt, hat allerdings noch keine Freigabe seines bisherigen Vereins SC Magdeburg erhalten.

Tore für den HSC: Gary Hines (10), Maximilian Drude (6/4), Konstantin Singwald (5), Julian Bötsch (4), Martin Bieger (3), Vilim Leskovec (3), Krisztian Galli (3), Ioannis Fraggis (1), Benedikt Kleinhenz (1).